Brücke für den gemeinsamen Dialog steht!

Dortmund. Von allen Seiten mit großer Spannung erwartet wurde das Symposium „Geocaching und Natur“. Nicht umsonst war die Zahl der Kooperationspartner, die sich an der Vorbereitung dieser Gesprächsrunde beteiligt hatten, so groß wie nie zuvor.

Umso positiver ist der Geist eines konstruktiven Miteinanders zu werten, der die gesamte Veranstaltung prägte. Den rund 120 Teilnehmern wurden zahlreiche Sachinformationen aber auch die Sorgen, Wünsche und Probleme der jeweils anderen Positionen vermittelt. Auch die anschließende Diskussion war zwar sehr lebhaft, Klischeereiter hatten aber keine Chance.

Dafür sorgte bereits der souverän durch die Veranstaltung führende Moderator Matthias Bongard, der das von Jägerpräsident Jochen Borchert ausgegebene Motto „Nicht übereinander, sondern miteinander reden!“ gerne aufnahm und umsetzte.

Den Einstieg ins Thema machten vier Fachreferate:

Arno Kaminski, Mitglied des Eifelvereins und Hauptjugendwart der Deutschen Wanderjugend stellte die Geschichte, technische Möglichkeiten und verschiedene Spielarten des Geocachings vor. Er sieht im Geocaching die Chance, Kinder und Jugendliche in die Natur zu locken.

Dietrich Graf von Nesselrode ging als Waldbesitzer und ehemaliger Vorsitzender des Waldbauernverbandes Nordrhein-Westfalen auf die Probleme durch Geocaching für Grundeigentümer ein. Seine Bitte an die Geocacher: „Sprechen Sie mit dem Grundeigentümer! Verstecken Sie Caches naturverträglich! Nicht abseits der Wege, in Kulturen, Naturverjüngungen, jagdlich sensiblen Gebieten. Keine nächtlichen Suchen abseits der Wege!“

Heiner Langhoff vertrat als Naturschutzkoordinator im Vorstandsbereich 5 des Kreises Wesel und als Geschäftsführer der NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH die Belange des Naturschutzes und stellte verschiedene Konfliktfelder vor. Langhoff: „ Wir stehen am Anfang eines Dialogprozesses, wo ein jeder die Zeit nutzen sollte, in den Spiegel zu schauen und sich darüber klar zu werden, dass wir alle eine hohe Verantwortung für unsere Kulturlandschaft mit ihren einzigartigen Pflanzen- und Tierarten haben! In unseren Köpfen muss einiges bewegt werden, denn alleine mit Ordnungsrecht kann der vor uns liegende Prozess niemals erfolgreich sein!“

Friedrich von Massow, Justiziar des Deutschen Jagdschutzverbandes, betonte das Störpotenzial zulasten des Wildes durch Geocaching. Auch er sprach sich gegen eine Verschärfung der Gesetze und für mehr Rücksichtnahme in der Natur aus.

Bei der anschließenden rund eineinhalbstündigen Diskussion stand der gemeinsame Wille zum Dialog im Vordergrund, der auch zukünftig fortgesetzt werden soll. Dazu sind auch eine Dokumentation des Symposiums und die gemeinsame Erarbeitung von Tipps zu einem umweltverträglichen Geocaching angedacht. In zahlreichen Wortmeldungen zeigten aktive Geocacher auf, wie bereits jetzt problematische Suchpunkte einvernehmlich mit den Cache-Eigentümern umgesetzt werden können.

Ein weiteres Problem konnte ebenfalls gelöst werden: Da die Geocacher nicht durch Vereine und Verbände organisiert sind, fehlen betroffenen Jägern und Grundeigentümern zumeist geeignete Ansprechpartner. Durch das Symposium konnten zahlreiche Kontakte geknüpft und Visitenkarten getauscht werden. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen wird diese interessensübergreifende Vernetzung weiter unterstützen und steht gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Symposium „Geocaching und Natur“ wurde vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Deutschen Wanderjugend NRW, der Internet-Plattform geoclub.de, der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW, dem Waldbauernverband NRW, dem Grundbesitzerverband NRW, dem Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe, dem Rheinischen Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftverband, dem Rheinischen Landwirtschaftsverband, dem Fischereiverband NRW, dem Verband der Fischereigenossenschaften NRW, und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW veranstaltet.

Öffentliche Schlammschlachten

Immer wieder kommen neue Mitglieder im Forum und versuchen öffentliche Schlammschlachten anzuzetteln. Für Betrachter von außen hat das so etwas von Kindergarten und "der hat mir mein Sandförmchen geklaut".

Das Bedürfnis, sich öffentlich auszukotzen, ist völlig nachvollziehbar. In einem Forum kann man so aber kaum einen brauchbaren Dialog führen. Die Reaktion des Angeschuldigten ist üblicherweise, dass er auch was dazu sagen will oder muss und das sowas sachlich bleibt ist eher weniger anzunehmen.

Im Forum gibts in diesen Fällen schon mal Verwarnungen und Sperren. Wer also etwas stänkern möchte nutze bitte die Meinungsfreiheit indem er sich ein Blog irgendwo einrichtet. Da kann man so ziemlich schreiben was man will.

Auch was für ein böser Diktator und Admin wieder ist, der das mühsam zusammengetipperte Pamphlet in die Quarantäne schiebt.

Dönerstag live - 10 Geocoins zu gewinnen!

Morgen ist Dönerstag. Das Kult-Event um den türkischen Drehfleischspieß mit alles und scharf.

Geocacher treffen sich an über 100 Locations im In- und Ausland für einen Döner am Gründonnerstag, und das schon diesmal zum fünften Mal in Folge. Es bleibt spannend, wie sich diese Event-Reihe in den nächsten Jahren weiter entwickelt!

Dazu gibts eine kleine Überraschung aus der grünen Hölle: Es gibt 10 Geocoins zu gewinnen. Natürlich die echten Höllencoins von Sepp & Berta mit dem Motto: "Die Hölle, das sind die anderen.".

Zeigt uns die anderen! Was ist zu tun? Holt Euch das kostenlose App für iPhone oder das App für Android und geht knipsen oder filmen auf Eurem lokalen Dönerstag. Das Bild oder Video dann irgendwo hochladen (z.B. Twitpic oder Youtube) und eine Statusmeldung auf http://live.geoclub.de absetzen.

Auf der Statusmeldung sollte man gut erkennnen können, wie die Stimmung an Eurem Standort ist. Dazu bitte als Hashtag #Dönerstag und so etwas wie #GC2N8HR setzen.

Einsendeschluss ist am Gründonnerstag um 24 Uhr, es gilt der Zeitstempel in der Timeline. Die Gewinner werden am Karfreitag bis Mittag gekürt, sonst hat das ja mit live nicht mehr viel zu tun.

Unter allen Statusmeldungen mit dem Dönerstag-Hashtag werden zehn Geocoins nach subjektiver Beurteilung einer geocachingfremden Glücksfee verlost. Die Gewinner werden natürlich auch live benachrichtigt und der Rechtsweg ist sowieso ausgeschlossen damit das ganze ein Spiel bleibt.

Telefonbuch für Geocaching-Telefonjoker

Schlimm genug dass man ihn zeitweise braucht: Den Telefonjoker. Darunter versteht der Geocacher den entscheidenden Hinweis um beim Geocaching den Geocache doch noch finden zu können.

Es soll sogar Geocaches geben, die man ohne Telefonjoker nicht finden kann. Wenn das so sein sollte kann man nur noch drüber spekulieren, wozu das gut sein soll. Vielleicht freut sich der Owner eines solchen Geocaches auf dem Stammtisch oder der eigenen Hotline gnädig den richtigen Tipp geben zu können. Als Geocacher weiß man dann auch wofür man Geocaching-Freunde hat: Sie helfen einem Probleme zu lösem die man ohne sie nicht hätte.

Mich betriftt das schon wegen meines Beutschemas (Tradis unter 2/2) nicht so sehr. Um so erstaunter war ich vor ein paar Tagen von meinem Cachemoped-Kollegen Uwe eine Einladung im Fratzenbuch-Style zu bekommen. Wir erinnern uns an den Film mit dem sozialen Netz, der wohl ab Mitte März auch in die Berliner Videotheken kommt.

Man bekommt nicht etwa anonymen Spam dass man sich doch bitte hier und dort anmelden sollen, sondern der liebe Kumpel bittet einen darum. Wer kann da noch wiederstehen?

Dabei gehts um ein Telefonbuch, wo man als Geocacher seine Telefonnummer und andere Kommunikationsdaten hinterlegen kann und dann regional suchen kann. Wer sich da anmelden möchte, möge das tun, ich hab das auch mal gemacht.

Und wenn Ihr grad schon dabei seid, könnt Ihr auch gleich in der grünen Hölle die Telefonnummer im Profil ergänzen:
Profil bearbeiten im Geoclub
Das funktioniert natürlich nur wenn man da angemeldet ist, und auch schon seit einiger Zeit. Allerdings ohne das man dazu eine persönliche Einladung bekommen hat.

Die PLZ-Suche für Geocacher in der eigenen Umgebung (da oben rechts dieses Feld im Geoclub) um Geocacher aus der Umgebung zu suchen erwähne ich hier mal nicht weiter, dort sind schon so etwa 8000 Geocacher eingetragen.

Geocaching und "Netikette" in der Natur

Ein Gastbeitrag zum Thema Geocaching und Naturschutz von Klaus-Ulrich Battefeld, Koordinierender Referatsleiter, Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung des Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der Verfasser wird über Kommentare zu diesem Artikel informiert.

Es ist bald Frühling und es wollen sich viele Geocacher in der freien Natur den Winterstaub aus den Kleider blasen lassen. Das kann gefährlich werden. Einige der Forumsmitglieder auf der Site http://www.geocaching-portal.com/ oder vergleichbaren Seiten sind sich dieser Gefahren offenbar nicht bewusst.

Nachfolgend einige Tipps zur "Nettikette" in Natur und Wald: Viele wilde Tiere wollen sich im Frühjahr den Winterschlaf aus den Augen reiben und gleichzeitig an "Familienbildung" denken. So wie ein Date zwischen Menschen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist und Stalker und Spanner hierbei nichts verloren haben, sind auch die lieben Tierlein - selbst wenn sie fliegen können - gerne dabei ungestört. Also ein Tipp zum Jahresbeginn: Bitte wenigstens in der Brut- und Aufzuchtzeit von März bis August keine Caches im Umfeld von Brut- und Horststandorten seltener oder gefährdeter Tierarten aufsuchen.

Dies gilt insbesondere für einige exponierte und versteckte Steinbruchwände und Felsen, die für kaum jemanden erreichbar und von Menschen oft unbesucht sind . Hier treffen sich gerne Uhu, Wanderfalke und Co. zum trauten tete a tete und sollten hierbei nicht gestört werden. Immerhin handelt es sich um Tierarten, die vor kurzer Zeit noch vom Aussterben bedroht waren. Sportliche Selbstverwirklichung auf Kosten der Natur und der Umwelt ist schlecht fürs Image und hier fehl am Platze.

Ähnlich ungeschickt kann sich ein Cacher benehmen, wenn er in einem Wald unterwegs ist, in dem im letzten Winter Holz eingeschlagen wurde oder noch eingeschlagen wird - fällt ihm ein hängengebliebener Ast auf den Kopf, dann ist die Freude gering und die Freizeitbeschäftigung für einige Zeit auf Eis gelegt. Teuer kann der Spaß dann auch werden - denn für solche waldtypischen Gefahren haftet niemand.

Auch die in manchen Blogs und Foren diskutierte "Präparation" von Bäumen bis zu deren biologischem Exitus kommt nicht gut an. Entweder sind die Bäume bereits "löchrig" - dann sind "Mieter" drin , die nicht gestört werden sollen (z.B. Fledermaus, Bilch und Co. - auch allesamt schutzbedürftig (siehe oben)- und manchmal übrigens bissig und vielleicht tollwütig (oder die Baumhöhle ist zwar leer aber von Fledermäusen vollgesch...). Oder die Bäume sind noch in gutem Zustand - dann würde sich nicht nur der Eigentümer den Frevler vorknöpfen, sondern auch die Ordnungshüter könnten mit Verweis auf das Feld- und Forstschutzgesetz in Hessen oder ähnliche Regelungen in anderen Ländern zur Kasse bitten.

100% des Waldes und der Bäume in Deutschland "gehören" nämlich jemandem! Handelt es sich bei dem beschädigten Objekt um ein Naturdenkmal oder Kulturdenkmal, dann kommt auch das Strafgesetzbuch ins Spiel: § 304 StGB ist die einschlägige Hausnummer (Gemeinschädliche Sachbeschädigung). Wenn ein Naturschutzgebiet mit dem grünen Dreieckschild oder der Eule auf gelbem Schild gekennzeichnet ist, heißt es übrigens meist auch "Finger weg". Details sind der Schutzregelung zu entnehmen.

Um es kurz zu machen: Auch beim Geocaching in der freien Wildbahn kann es manchmal hilfreich sein, die grauen Zellen einzuschalten und Unsinn zu vermeiden. Es gibt genügend Möglichkeiten, Caches in der Natur an unproblematischen Stellen zu verstecken, ohne andere zu ärgern oder zu schädigen. Der Reiz ist bei einem scheinbar "offensichtlichen Cache" vielleicht sogar noch größer, als wenn man sich am Uhunest vorbei abseilen muss. Ich weiß, dass Zurückhaltung manchen Sportsfreunden schwer fällt, aber Coole haben Blödsinn nicht nötig (und den anderen ist es verboten).

Mitgliedern von Sportvereinen oder der Deutschen Wanderjugend muss man das sicher nicht sagen, da diese im Verein schon einmal das Wort "Rücksicht" gehört haben sich in der Regel in der Natur vernünftig verhalten. Den anderen sei gesagt: Gelegentlich soll es in Wald und Natur auch Ranger, Förster, Polizisten, Feldschütze oder aufmerksam Zivilisten geben, die "petzen"...

Allen verantwortungsbewussten Cachern wünsche ich viel Spaß!
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