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SQL-Daten konvertieren

Software Für alles mögliche verwende ich seit einige Zeit Serendipity. Das ist eigentlich ein Blog, aber ich verwende es mehr als CMS (Content Management System). Damit stelle ich ganz unterschiedliche Themen online, von den Notizen aus dem Geoinformatik-Studium bis zu POI in Berlin.

Wobei ich letztere gar nicht selbst eingebe, sondern über ein kleines PHP-Programm aus einer XAPI-Abfrage der OSM-Datenbank konvertieren lassen. Die meisten kennen nur die Karte von OpenStreetMap, aber da sind ja auch POI (Points Of Interest, Orte von Interesse) drin. Und da sind wir auch schon beim Thema SQL-Konvertierung.

Das war nicht schon immer so, dass ich alles mögliche mit S9y (wie die Software in Kurzform heißt) gemacht habe. Früher hatte ich auch mal eine Terminkalender-Software in Verwendung, deren Daten ich schon vor einiger Zeit mit ein paar SQL-Befehlen aus der mySQL-Datenbank-Tabelle in das Blog konvertiert habe.

Gestern war es mal wieder soweit. Das Update des FAQ-Systems phpMyFAQ ging schief und es tat sich gar nichts mehr. Wieder zurück zur alten Version, alles schick, nur das Update wollte nicht. Also schnell beschlossen: Die Geocaching-FAQ wird nun auch auf S9y umgestellt. Da weiß ich zumindest mittlerweile, wo welcher Knopf ist an dem ich drehen muss wenn mal was nicht will.

Ein Aufgabenstellung, die man öfter mal hat. Die Daten von einem System (hier wars nun eben zufällig phpMyFAQ) sollen in ein anderes (bei mir zumindest zur Zeit immer S9y) konvertiert werden - es gibt aber keinen fertigen Konverter.

Die Konvertierung von Daten auf dem SQL-Server ist dabei ziemlich einfach, wenn man sich die Datenbanken in den beiden Systemen anguckt. Und unter der Voraussetzung, dass bei beiden Systemen das Encoding richtig eingestellt ist, also ISO-Latin oder UTF8. Das ist dann der Fall, wenn man die Inhalte in den Tabellen einwandfrei lesen kann, sprich: Die Umlaute stimmen.

Für alle die es interessiert, gehe ich hier den Ablauf mal durch, der als Beispiel für alle Konvertierungen dieser Art dienen kann.

insert into serendipity_entries (id, title, body, extended, author, timestamp) SELECT id, keywords as title, thema as body, content as extended, author, links_check_date as timestamp FROM phpmyfaq_faqdata


Man fängt am besten hinter dem Select an zu lesen. Die Einträge aus der FAQ werden dazu ausgewertet, alle Felder die in dem Blog benötigt werden werden mit einem Alias ausgewählt, wie er in dem Blog heissen soll. Dort werden sie dann auch mit der Einfügeabfrage reingeschrieben.

insert into serendipity_authors (realname, username, email) select author as realname, author as username, email from phpmyfaq_faqdata group by email


Hier wird eine Benutzertabelle aufgebaut. Die brauche ich in den Blog zwar nicht, aber so kann man das machen. Einloggen können die sich mangels Passwort schon nicht. Die User-ID bekommen die Benutzer im Blog durch das Autoincrement, Benutzer gabs in der FAQ nicht, man konnte mit Name und E-Mail seinen Beitrag dort abliefern.

insert into serendipity_category (categoryid, category_name, category_description) SELECT id as categoryid, name as category_name, description as category_description FROM phpmyfaq_faqcategories


Die Kategorien aus der FAQ werden dann so 1:1 in das Blog konvertiert - sehr unspektakulär.

insert into serendipity_entrycat (categoryid, entryid) SELECT category_id as categoryid, record_id as entry_id FROM phpmyfaq_faqcategoryrelations


Bei wohl allen Systemen dieser Art gibts dann eine n:m-Relation zwischen Artikeln und Kategorien. Das kann auch so direkt konvertiert werden. Die Felder heißen nur unterschiedlich, aber dafür kann man ja den passenden Alias hinter "as" verwenden.

update serendipity_entries set authorid=1
update serendipity_entries set exflag=1
UPDATE serendipity_entries SET isdraft = 'false'


Damit die Beiträge auch angezeigt werden, müssen noch ein paar Felder in dem Blog gesetzt werden, die beim Füllen der Tabelle nicht berücksichtigt wurden. Hätte man auch gleich machen können, aber dann wäre die Einfügeabfrage etwas unübersichtlicher geworden.

insert into serendipity_comments (entry_id, author, email, body, timestamp) SELECT id as entry_id, usr as author, email, comment as body, datum as timestamp FROM phpmyfaq_faqcomments


Auch die Kommentar aus der FAQ sollen als Kommentare im Blog verwendet werden. Kein Problem, die Felder gibts in beiden Systemen. Sogar die Timestamps sind auf beiden Systemen Unix-Sekunden, falls das nicht so ist kann man schon beim Select die Timestamp-Funktion vom SQL verwenden um andere Datumsangaben zu konvertieren.

update serendipity_comments set type="NORMAL"
update serendipity_comments set status="approved"


Damit die Kommentare auch korrekt angezeigt werden, müssen nur noch ein paar Attribute korrigiert werden. Das wars dann auch schon.

So eine Sammlung von Abfragen kann man dann immer wieder verwenden, wenn man sie einmal erstellt und getestet hat, um Daten von einem System in ein anderes zu konvertieren. Wer lange genug mit Computern zu tun hat, wird wissen warum: Der Zeitpunkt, von einem System auf ein anderes zu wechseln wird immer kommen, die Frage ist nicht ob, sondern wann.

Pocklington's Mantra

Software Dr. Jackie Pocklington ist amerikanischer Staatsbürger und lehrt seit 2000 als Professor für Wirtschaftsenglisch und technisches Englisch an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.

Von ihm kommt Pocklington's Mantra für Präsentationen: "Announce, click and wait!" Mit dieser Technik kann man ohne großen Aufwand jede Präsentation aufwerten, wenn man den Ablauf der Folien genau kennt.

Ein deutliches Beispiel: Auf einer Folie soll ein Diagramm gezeigt werden, auf dem man irgendeinen Sachverhalt erkennen kann. In jeder Durchschnittspräsentation wird eine Folie gezeigt, dann erklärt der Vortragende sofort, was zu sehen ist. Allerdings ist in die frische Folie hinein vorgetragen die Aufmerksamkeit des Publikums stark reduziert. da es damit beschäftigt ist sich auf dem Diagramm zu orientieren.

Besser ist jedoch eine Ankündigung wie: "Damit kommen wir zur Analyse der ... ich habe dazu ein Diagramm vorbereitet, in dem man die ... in Abhängigkeit von ... sehen kann." Klick. Diagramm ist da. Fünf Sekunden Pause für die Zuschauer. Erst jetzt kommt die Erläuterung hinterher.

Anderes Beispiel: "Mein Vortrag gliedert sich in drei Teile." Klick. Folie mit Agenda erscheint. Warten. Die Zuschauer müssen alles gelesen haben können. Erst jetzt wird ausführlich erläutert in welche Teile der Vortrag gegliedert wurde.

Let's get ready to Mumble

Software Selten hat mich ein Stückchen Software so begeistert wie Mumble. An sich ist ist es nichts Spektakuläres mehr, über das Internet miteinander zu sprechen. Seit Skype kennt wohl jeder die Möglichkeit, ein Headset aufzusetzen und damit zu telefonieren.

Seit einiger Zeit hab ich nun abends auch so ein Ding auf. Ich telefoniere aber nicht, sondern ich benutze eine Konferenz-Software, die den Eindruck vermittelt, man säße in einem Konferenzraum (oder nennen wir es Stammtisch oder was auch immer) und spräche miteinander. Das ganze hat etwas von einer Runde auf einem Funkkanal, die Gesprächspartner sind aber nicht zufällig, sondern von ähnlicher Interessenslage, in meinem Fall gehts um Geocaching.

Erfunden wurde die Mumbelei eigentlich für Spieler, die sich durch dreidimensionale Labyrinthe hetzen um ihre Cybergegner zu zermetzeln. Da sollen vergleichbare Lösungen wie Teamspeak den Nachteil einer schlechteren Verständlichkeit und vor allem einer längeren Laufzeit (Latenz) gehabt haben - Sekundenbruchteile, die wohl über virtuelles Leben und Tod entscheiden können.

So stressige Spielchen sind zwar nichts für mich, aber ich habe mir vor zwei Monaten für kleines Geld auch einen Mumble-Server gemietet, auf dem abendlich nun die Geocacher live die aktuellen Geocaching-Themen durchzugehen. Soweit dazu was ich damit mache, nun mal lieber zur Technik.

Man kann sich einen Client für den Mumble-Server für verschiedene Systeme (Windows, Mac, Linix) kostenlos herunterladen wie es bei Open Source üblich ist. Der verbindet sich über einen TCP-Port (64738, C64-Veteranen werden sich erinnern!) mit einem Mumble-Server. So ähnlich wie man es vom IRC kennt, es sind daher keine speziellen Verrenkungen auf der Firewall erforderlich, allerdings ist die ganze Kommunikation SSL-verschlüsselt.

Man kann dann sein Headset für sprachgesteuerten Betrieb mit einem Assistenten konfigurieren. Das braucht man aber nicht, wenn das Headset funktioniert (Stecker, Treiber, Einstellung), was für die meisten das größte Problem darstellt, kann man sofort mitmachen. Die Taste um zu sprechen ist frei wählbar und ein kleines rotes Icon zeigt wenn man "on air" ist.

Das Feature der Sprachausgabe kann man übrigens auch abschalten, besonders URLs die man mal während der Konferenz kurz durchreicht (auch das geht, wird bei Messengern wie ICQ ja auch gern gemacht) hören sich vorgelesen doch sehr merkwürdig an.

Wenn man keinen eigenen Server hat kann man einen der Server wählen, die der Client in einer Liste so anbietet. Auf jeden Fall müssen sich Benutzer, die miteinander sprechen wollen dem selben Server verbunden sein und sich auf dem gleichen Kanal befinden. Wer Linux-Kenntnisse und einen Root-Server hat wird sich vielleicht auch den Mumble-Server, der übrigens Murmur heißt selbst schnell installieren können.

Was mich besonders begeistert am Mumble ist die Sprachqualität, die eindeutig besser als das ist, was man vom ISDN her kennt. Interessanterweise funktioniert das sogar dann in dieser Qualität, wenn jemand ein Modem benutzt! Das liegt an dem verwendeten Speex-Codec, der obwohl frei verfügbar eine beachtliche Qualität bringt.

Moderator bei Präsentationen

Software Besonders für mehrere Präsentationen bietet es sich an, einen Moderator die Themen und Vortragenden kurz vorstellen zu lassen. Neben der Begrüßung und Verabschiedung des Publikums kann er den Zeitplan einhalten und auch die Pause einleiten, falls ein Catering stattfindet auch solche organisatorischen Dinge erläutern.

Besonders ein diskretes Zeitmanagement ist für den Vortragenden als auch für das Publikum positiv. Mit dem Vortragenden kann z.B. vereinbart werden, dass der Moderator ein paar Minuten vor Ende der Präsentation zum Vortragenden kommt um dezent und wortlos durch sein Erscheinen auf das Ende der Vortragszeit hinzuweisen. Überziehen der Redezeit geht zu Lasten der folgenden Vorträge und auf die Nerven des Publikums und ist eine der schlimmsten Unsitten bei Vorträgen!

Nach dem Vortrag sollte sich der Moderator beim Vortragenden bedanken und die Fragerunde einleiten. Dazu kann man Fachfragen aus dem Publikum anfordern und auch als Moderator sollte man die eine oder andere Frage vorher bereitgelegt haben, um das Fachgespräch mit einem trägen Publikum in Gang zu bringen.

Perfekt wäre es, wenn sich eine kontroverse Diskussion ergibt, bei der die wichtigsten pro und contra zum Diskurs kommen. Dies zu steuern ohne selbst einzugreifen und ausgreifende Diskussionen zu mäßigen ist dabei die Kunst des Moderators. Der Moderator sollte dabei auch dezent für Ruhe im Raum sorgen, Getuschel kann aufgegriffen werden mit dem Kommentar "Ihre Fragen können hinterher gestellt werden!".

Zustandsdiagramme

Software Zustandsdiagramme sind eine Form in UML die den Zustand von Objekten darzustellen und gehören zu den Verhaltensdiagrammen.

Der Zustand ist vor allem dadurch gekennzeichnet, welcher Wert in den Attributen gespeichert ist und gilt für alle Objekte einer Klasse. Da ein Objekt während seines Lebens verschiedene Zustände annehmen kann, ist es interessant darzustellen, durch welche Aufruf von Methoden des Objekts sich welche Attribute ändern.

Die Methoden können entweder direkt aufgerufen werden oder das Objekt bekommt Nachrichten, die dazu führen, dass die Methoden aufgerufen werden. Man kann das Zustandsdiagramm sozusagen als Verfeinerung der Darstellung einer Klasse in UML betrachten.

Alle Zustände sollten einen Namen bekommen der den Zustand verbal beschreibt, wie "aktiv" oder "wartend". Diese Namen sollten auch nicht verwechselt werden können, innerhalb einer Klasse sind sie ohnehin einmalig. Wenn in anderen Klassen ähnliche Zustände erreicht werden können, dann sollten Verben und Adjektive mit einem Begriff ergänzt werden, der deutlich macht wozu der Zustand gehört.

Natürlich kann man gar nicht alle möglichen Zustände abbilden, aber die wesentlichen Zustände des Objekts und wie es dazu kommen kann (Zustandsübergänge, sog. Transitionen "feuern") sollten dargestellt werden.

Ereignisse die zu der Transition führen werden neben den Pfeil geschrieben, der die Zustände miteinander verbindet ("nach einer Sekunde", "täglich um 3:00 Uhr", "bei Druck auf Abbruch-Button"), bei Voraussetzung einer Bedingung kommt diese in eckige Klammern.

Unbedingt darzustellen sind der Anfangszustand und ein oder mehrere Endzustände, insbesondere der Fall, wann das Objekt gelöscht wird.
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