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Audienz beim Papst

Eine Woche waren wir nun "Lost in MV" - oder sollte man eher sagen "nass in MV"? Nass waren die Tage auf jeden Fall, nicht nur wegen feucht-fröhlicher Parties.

Sintflutartige Regenfälle verwandelten Wiesen in MV zu Seenplatten, Brücken standen unter Wasser und Waldwege wurden unpassierbar und daher Dosen disabled. Vom Parkplatz unsere Pension mussten sogar Wohnmobile mit dem Trecker von der Matschwiese gezogen werden.

Aber zumindest am Samstag kam die Sonne durch. Zufällig ergab sich dabei auch eine Audienz beim Papst. Dem Taschenlampen-Papst um genau zu sein, der neben vielen anderen seine Heiligtümer auf dem Altar der Händlerstraße aufgebaut hatte.


Eine neue kleine UV-LED-Lampe war noch bei mir im Hinterkopf, sowas könnte noch mal her. Das Standardding aus Vollmetall mit knapp 40 LEDs aus Fernost, das man bei vielen Cachern im Rucksack findet, nehme im Zweifel doch eh nie mit.


Die Schlüsselanhänger-Funzel von Pearl hat damals schon das erste Event nicht überstanden. Also möge irgendetwas dazwischen für Erleuchtung sorgen war das Gebet. Zu einem sensationellen Kirchensteuerbeitrag gabs dann das hier:


Eine Lampe als Clip oben auf einen 9V-Block, mit 6 LEDs. 4 davon starke UV-LEDs, mit denen man auch die typischen Hinweise gut lesen kann, 2 weiße dazu um kurz mal ein Schlüsselloch zu finden. Das ganze mit richtigem Schalter, in einem kleinen Holster mit Gürtelklett.

Mein Urteil soweit: Einfache Idee, sehr praktisch, dazu noch preiswert. Das Ding hat das Zeug die neue Standard-Lampe für UV-Stages bei den Nachtcaches zu werden.

Der Weg zum Event

Letzte Woche noch kurz über die Nordseetaufe getalkt - diesmal ist der Organisator Alexander Schweigert schon mit frischem Headset bei uns an Bord.

Die Nordseetaufe ist der Weg zum gleichnamigen Event, und der wird auf dem Seeweg angetreten. Zur Frage wie man dazu an Bord der notwendigen Schiffe kommt hilft Alex mit einem Blick über den Weidezaun.

Hilfreiche Karten für den Weg zum Event gibts bei Garmin gratis für Köln zum Geocoinfest-Event und als FreieTonne für den Seeweg zur Hallig in der Nordsee von der OpenStreetMap.

Und nächste Woche gibts keinen Mumble-Talk, das sind wir nämlich alle auf dem Weg lost in MV - natürlich gibts da auch eine Karte. Übrigens werden Lostplaces in Deutschland sogar von Groundspeak präsentiert.

cachetalk108.mp3

Mein erstes GitHub-Projekt: Osmosis-Layers

Geocaching GitHub baut auf dem Versionsverwaltungs-System Git auf und ist ein webbasierter Hosting-Dienst für Software-Entwicklungsprojekte. Das ganze läuft unter dem Motto: "Social coding".

Also die Ideen die auch hinter Twitter und Facebook (bei mir eher XING) stecken werden aufgegriffen und man kann dann OpenSource-Projekte starten.

Seit ein paar Tagen hab ich auch so eins, einfach mal um das auszuprobieren und weil ich grad Bedarf an etwas habe, was andere vielleicht auch gebrauchen können. Und vor allem wo andere vielleicht interessante Ideen mit einbringen können. Ich bin zwar mittlerweile recht fit in PostGIS und OpenStreetMap, aber trotzdem gibts immer wieder etwas, was ich noch nicht kenne.

Beispiel: Osmosis Layers schnell in QGIS geladen (CC-BY-SA: OpenStreetMap contributors)
Bei meinem ersten GitHub-Projekt Osmosis-Layers geht es darum, die Daten wie sie von dem Programm Osmosis, dem schweizer Taschenmesser für OpenStreetMap-Daten, in die PostGIS-Datenbank gespült werden in nutzbare Layer zu überführen.

Die Geodaten liegen nämlich dann erst mal (einigermaßen) sauber normalisiert und redundanzfrei vor. Darstellen mit den üblichen Werkzeugen wie QGIS, UMN Mapserver oder GeoServer kann man das so aber noch nicht. Hier wird man Layer benötigen, also z.B. einen für die Wasserflächen, die man hinterher blau machen möchte oder Postleitzahlgebiete, um Vertrieblern die Arbeit zu erleichtern.

Noch in meiner Bachelor-Arbeit hab ich festgestellt, dass mir dieser Schritt zu kompliziert ist und deshalb das beliebte osm2pgsql verwendet. Dort werden solche Layer auch erzeugt, denn die erzeugten Daten sind die Grundlage von Mapnik und damit den Karten wie man sie von der OpenStreetMap halt so kennt.

Allerdings wirkt das Format von osm2pgsql auf mich ziemlich vermurkst: Jede Menge Null-Einträge, weil nie alle Spalten der Tabellen verwendet werden, spezielle Attribute müssen in einer Style-Datei auch vorher ausgewählt werden, Relationen werden mit negativer ID in die Daten gemischt und an einige Zusammenhänge kommt man nur sehr umständlich ran.

Daher hab ich mir gedacht, es wäre ein Stapel SQL-Dateien hilfreich, die jeweils einen Layer erzeugen, den man direkt benutzen kann. Darin auch nur die Attribute, die man für die Darstellung braucht um das ganze nicht unnötig aufzublähen. Dazu kommt dann später von mal jeweils eine SLD-Datei, also so ein Stylesheet für Geodaten, damit man eine Vorgabe hat wie die Daten in verschiedenen Maßstäben dargestellt werden können.

Wer Layer mit Geodaten für ArcGis von ESRI braucht, kann sich mit pgsql2shp natürlich auch Shapes von den PostGIS-Layern machen. Ich versuche auch die Feldnamen so kurz zu halten, dass sie auch mit aus historischen Gründen kurzen Feldnamen eindeutig sind.

Wenn alles mal fertig ist müsste man mit wenigen Mausklicks im GeoServer einen Kartenserver (mit WMS, WFS ...) für OpenStreetMap-Karten zusammenstellen können. Bis dahin ist aber immer wieder mal etwas zu tun, es muss ja nicht morgen fertig sein. Und: Jeder ist eingeladen, mitzumachen.

Links verkaufen ist verboten

Geocaching So ganz stimmt das natürlich nicht. Natürlich kann man Geld dafür nehmen, einen Link zu einer Website zu setzen. Das ist nicht gesetzlich verboten, dies ist immer noch ein freies Land.

So etwas lohnt sich unter Umständen sogar, ich kenne Leute die diverse Blogs haben und auf Bestellung Artikel schreiben, in denen dann ein Link enthalten ist.

Der übliche Preis für einen nicht entwerteten Link in einem gut laufenden Blog von der Qualität wie es die meisten engagierten Blogs im Aggregator haben ist fünf bis acht Euro im Monat.

Da werden natürlich einige schwach und wenn man so 50-100 Links nebenbei laufen hat bessert das durchaus das Einkommen auf. Es gibt auch Leute, denen reicht schon ein T-Shirt als Lohn oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Im Extremfall reicht ein virtuelles Stück Regenwald, was vor dem Abholzen bewahrt wird.

Die Sache hat aber einen Haken. In den Google Webmaster Guidelines (allein das Wort "Guidelines" versetzt Geocacher in blankes Entzücken!) kann man nachlesen:

Google verwendet, wie auch die meisten anderen Suchmaschinen, Links, um den Ruf einer Website zu ermitteln. Der Rang einer Website in den Suchergebnissen von Google basiert zum Teil auf einer Analyse der Websites, die mit Links auf die Website verweisen. Linkbasierte Analysen sind eine sehr hilfreiche Methode, den Wert einer Website zu messen, und haben stark dazu beigetragen, die Qualität von Websuchen zu verbessern. Die Quantität und vor allem die Qualität dieser Links gehen in die Bewertung und somit in das Ranking einer Website ein.

Es gibt jedoch SEOs und Webmaster, die zu diesem Zweck auf den Kauf und Verkauf von PageRanks weitergebenden Links zurückgreifen, ohne dabei auf die Qualität der Links, ihrer Quellen oder die langfristigen Auswirkungen auf die eigenen Websites zu achten. Der Ankauf oder Verkauf von Links, die PageRanks weitergeben, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google, der sich negativ auf das Ranking einer Website in den Suchergebnissen auswirken kann.


Dazu passend gibt es etwas, das einige Geocacher als "Blockwart-Formular" bezeichnen könnten:
https://www.google.com/webmasters/tools/paidlinks
Damit kann man Websites anschwärzen, die Links einkaufen, sei es nun für Bargeld oder sonstige Gegenleistungen.

Gerade in Deutschland kann man sich sicher sein, dass das irgendwann auch einer macht. Als Folge fliegt die ganze Website aus dem Index, sie wird dann selbst dann nicht mehr gefunden, wenn man nach dem Domain-Namen sucht. Darum die Bitte: Lasst den Quatsch bitte in den Blogs, die weiter in den News stehen sollen.

Die Jagd ist eröffnet!

Irgendwie sind alle auf der Jagd. Der Cachetalker hat ein neues Intro erlegt. Bei Sepp & Berta hat die Jagd für die Coin-Sammler auf den 8-Jahre-Schlagring begonnen.

Bei der Nordseetaufe wurde zur Jagd auf die ersten Tickets geblasen (meinetwegen auch nur gezwitschert). Nur ein Stückchen weiter ist Fehmarn, das Jagdrevier von Hein Blöd.

Für einige Nachtcaches muss man sich demnächst erst einen Termin schießen. Und über die Strecke im Wald, auch als Powertrail bekannt, scheiden sich die Geister der (Film-)Dosenjäger.

Die Jäger in grün dagegen trieben die Geocacher zum Symposium zusammen um immerhin Brücken für den Dialog zu bauen. Da wird die Jagd in der grünen Hölle nach dem 100sten "+1" zur Nebensache.

cachetalk107.mp3
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