Jugend wandert zum Geocache

Die Deutsche Wanderjugend kennen die meisten Geocacher nur vom Logo oben rechts auf der Informationsseite "geocaching.de" und dem Geocaching-Portal "opencaching.de" - aber wie ist da eigentlich der Zusammenhang? Und wer ist die Deutsche Wanderjugend überhaupt?

Jörg Bertram ist der Bundesgeschäftsführer dieses Jugendverbandes und zufällig grad für ein Treffen des Deutschen Bundesjugendrings in Berlin. Eine gute Gelegenheit, mit einem kurzem Talk mal so die eine oder andere Frage zu klären.

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Where I go to get lost in Berlin

Keine Sorge - die Amtssprache im Podcast ist weiterhin Deutsch, aber das Hobby Geocaching bringt so seine eigenen Fachbegriffe mit. EW742 ist unser Gast heute in der Sendung und nicht nur an Lostplaces interessiert, sondern hat sich auch mit Wherigo beschäftigt.

Diese von Groundspeak vor einiger Zeit in Kooperation mit Garmin auf den Markt geworfene Geocache-Variante wirkt immer noch nicht ganz ausgereift. Darüber und natürlich über L wie Lostplaces talken wir in dieser Sendung. Dabei gibts natürlich auch den einen oder anderen Tipp an Lostplace-Geocaches, allerdings gibt es davon in Berlin und Brandenburg doch so viele, dass nur einige erwähnt werden können.

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Lostplace

Unter einem Lostplace wird eine "vergessener Ort" verstanden. Meist sind es mit Industrieruinen oder nicht mehr genutzte militärischen Anlagen, auf denen auch Geocaches versteckt werden. Dabei kann der Geocacher selbst auf Entdeckungsreise gehen und die Vergangenheit individuell und hautnah erleben.

Das ist nicht immer ganz ungefährlich und vor allem nicht immer legal, weswegen diese Art von Geocaches auch sehr umstritten sind. Da zur Beschreibung der Lage eines Lostplace idealerweise GPS-Koordinaten verwendet werden steigt auch durch das Geocaching die Bekanntheit solcher Orte stark an. Bestimmte Lostplaces wie die alte Continental bei Hannover, die EIBIA bei Walsrode oder die Beelitzer Heilstätten bei Berlin erlangten mittlerweile Kultstatus.

Geocaching mit Kindern

Die Schnitzeljagd im Wald hat mit dem Geocaching mit Kindern ihren zeitgemäßen Nachfolger gefunden. Aber es müssen gar nicht immer aufwändige Multis sein, eine schöne große Tradi-Kiste mit vielen Sachen zum tauschen, am besten noch im dunkeln mit der Taschenlampe im Wald! So mögen es Lars (5) und Jan (10), die beiden Söhne von Petra gern, die in Berlin eher als TriIIan bekannt ist.



Die drei hören wir heute im Hauptstadtstudio und die Kurzen fühlten sich auf dem roten Sofa offensichtlich wohl. Per Telefon ist Thomas Rehwald zugeschaltet, der für seine Bookmark-Liste und sogar eine Karte für Kindercaches bekannt ist. Er berichtet auch, welche Geocaches sich auf dieser Liste finden und wie man eigene Geocaches für dieses Liste vorschlagen kann. Außerdem sprechen wir noch über gelungene Beispiele und Ideen für Geocaches, die man gut mit Kindern in Angriff nehmen kann.

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Kindercache

Unter einem Kindercache versteht man einen Geocache, der besonders für Kinder interessant ist. Dabei handelt es sich meist um Multi-Caches, bei denen es wie bei der Schnitzeljagd über mehrere Stationen geht. Die Aufgaben sind dabei aber in irgendeiner Weise besonders kindsgerecht gestaltet und oft auch nur von Kindern lösbar, da Erwachsene schlicht zu kompliziert denken.
Möglichkeiten dafür sind einfache Knobeleien mit Anfangsbuchstaben, die Kinder aus der Schule kennen oder Aufgaben, bei denen an den Stationen eine Vorlage bunt ausgemalt werden muss und sich daraus erst die Koordinaten des Ziels ergeben. Sehr beliebt ist es auch, den kompletten Multi in eine Geschichte einzubetten, die den Ablauf der Suche nach dem Geocache begleitet.
Groundspeak sieht das Attribut "recommended for kids" für Geocaches vor, die für Kinder empfohlen sind. Kindercaches werden dieses Attribut zwar besitzen, es ist aber keine hinreichende Bedingung für einen Kindercache, d.h. man kann nicht unbedingt davon ausgehen, dass es sich um einen echten Kindercache handelt, nur weil er dieses Attribut gesetzt bekommen hat.
Die Bezeichnung "Kindercache" wird allerdings auch als abfällige Bezeichnung für traditionelle Geocache mit Spoilerbild und der Bewertung 1/1 für Schwierigkeit und Terrain verwendet, weil sie eben "kinderleicht" zu finden sind.
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