PowerPoint-Karaoke

Man stelle sich vor: Als Referent steht man am Beamer und sieht eine Präsentation zum ersten Mal. Genauer gesagt: Nur die Titelfolie einer solchen, die das Publikum oder eine Spielleiter gerade für diesen Zweck ausgesucht hat. Vom Thema hat man dann natürlich keine Ahnung, soll aber fünf Minuten wacker improvisieren und damit die Zuschauer unterhalten.

So etwa funktioniert PowerPoint-Karaoke, das Holm Friebe von der Zentralen Intelligenz Agentur schon 2006 in seinem Blog Riesenmaschine vorgestellt hat. Dabei sind es vorzugsweise Horrorfolien zu Trivialthemen, die hier auf der Liste der bevorzugten Slides stehen.

Warum das Spass macht ist schwer zu beschreiben, das muss man schon selbst einmal ausprobiert haben. Auf jeden Fall bietet das Spiel eine Möglichkeit, seine rhetorischen Fähigkeiten auf spielerische Weise zu verbessern. Zudem kann Powerpoint-Karaoke als Parodie auf sinnlose Präsentationen betrachtet werden.

Zum Thema PowerPoint-Karaoke gibts natürlich passenderweise auch eine PowerPoint-Slideshow, um das Spiel vorzustellen.

Dunkel war's, die Mag schien helle, der Reflektor blitzte schnelle

Zum Thema Nachtcache gibt's viel zu sagen - auch wenn wir in diesem Podcast diesmal gnadenlos überzogen haben (zumindest für unserer Verhältnisse!) haben wir nur an der Oberfläche gekratzt und das Wichtigste zusammengekramt. Dabei kamen Spezialitäten wie UV/IR-Nachtcaches schon gar nicht mehr ins Gespräch. Trotzdem wieder ein schöner und informativer Talk, den wir heute mit Mic@ und Grimpel im Hauptstadtstudio führen konnten!

Am Telefon aus der Nähe von Frankfurt zugeschaltet ist carhu, seines Zeichens Kapitän der hessischen Marine und anerkannter Experte in Sachen Nightcaching. Zu vorgerückter Stunde wie es sich für einen Talk zu diesem Thema gehört und aus dem Schein der Neonsonne in seinem Büro hat er noch den einen oder anderen Tipp für alle, die auch noch mal einen Nachtcache verstecken wollen.



Ehrensache dass wir nach dem Talk noch eben den Hauscache im Springpfuhlpark, wo demnächst auch die Moorhuhnjagd vor dem Berolina-Event stattfindet, kurzerhand zum Nachtcache erklärt haben. Fast jeder normale Multi bekommt bei Nacht seinen besonderen Reiz und man kann sich meist ein oder zwei Sterne in der Bewertung dazudenken.

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Nightcache

Ein Nightcache oder Nachtcache ist fast immer ein Multicache, den man am besten bei Nacht machen soll. Dabei wird üblicherweise mit Reflektoren oder seltener mit Optoektronik wie Reaktivlichtern die jeweils nächste Station markiert. Der Geocacher wird mit den Koordinaten dann nicht direkt zur nächsten Station geführt, sondern nur zu einem Punkt, von wo aus er die nächste Station mit der Taschenlampe erkennen kann. Dazu hat sich als Standard die Maglite durchgesetzt, da sie gut fokussierbar ist und durch die großen Batterien lange genug durchhält.

Viele Nachtcaches sind so ausgelegt, dass sie nicht am Tage gemacht werden können, einige Owner von Nachtcaches haben den besonderen Ehrgeiz ihre Geocaches gegen Tagcacher sicher zu machen. Am Tage kann man viele Nachtcaches auch machen, da der Blitz einer Kompaktkamera auch ausreichen kann, um auf dem Bild den Reflektor deutlich erkennen zu lassen. Relativ exotisch sind Spielereien mit unsichtbarem Teil des Lichtspektrums, etwa Infrarot (nur sichtbar in einer Digitalkamera oder einem Nachtsichtgerät) oder Ultraviolett (mit floureszierender Farbe aufgebrachte Hinweise).

Die Atmosphäre nachts im Wald hat einen gewissen Gruselfaktor (plattdeutsch: "fearfactor"), der nicht zu unterschätzen ist und der auch von Bernhard Hoecker in seinem Geocaching-Buch eindrucksvoll beschrieben wird. Auch die Konfrontation mit wilden Tieren und ihren Jägern ist nicht zu unterschätzen. Daher werden Nachtcaches häufiger als andere gern im Rudel (ein kleine Gruppe von Geocachern) angegangen. In diesem Zusammenhang ist auch der Gebrauch von PMR-Funkgeräten sinn- und reizvoll.

Ein besonderes Attribut für einen Nachtcache gibt es bei Groundspeak nicht, allerdings hat sich die Kombination der Attribute "recommended by night" und zusätzlich "flashlight required" dafür durchgesetzt. Nur das eine oder andere Attribut können auch für touristisch interessante Ausblicke bei Nacht oder Höhlencaches stehen.

Micro oder Munkiste?

"Ich bin Mikro, zwischen Borke und Baum..." - den Hit von den Dosenfischern kennen wohl mittlerweile alle Geocacher. Aber so beliebt der Song auch ist, so sehr gehen die Ansichten bei dieser Cachegröße auseinander.

Heute im Talk daher mal zwei weltgereiste Geocacher: Armin (Whitesun) aus Oldenburg war wohl fast überall zwischen USA und Japan schon cachen und der Geometer kommt gerade aus Andalusien in Südspanien wieder. Wie siehts denn aus mit den Cachegrößen, der Bewertung und der Cachedichte? Dazu wollen wir heute ein wenig talken.

Im Geocaching-Lexikon gehts es neben dann noch kurz um M wie Mindestabstand - neben anderen M in dieser Sendung.

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Mindestabstand

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist er wohl kein Thema: Der Mindestabstand von einer zehntel Meile, also 161 Metern um es mal in einer SI-Basiseinheit auszudrücken.

Alle Wegpunkte eines Geocaches, an denen eine Dose oder Hinweis versteckt ist dürfen diese Entfernung nicht unterschreiten. Dies führt regelmäßig zu Schwierigkeiten bei der Freischaltung eines Geocaches durch den Reviewer, denn die Abstände werden nicht schon bei der Eingabe geprüft. Das gibt den Schiedsrichter beim Geocaching zwar einen gewissen Ermessenspielraum, bürdet ihnen allerdings auch einige Arbeit auf.

Natürlich ist es sinnvoll, einen Mindestabstand zu definieren, um die Geocaches und ihre Stationen auf Karten noch unterscheiden zu können und vor allem nicht einen Geocache zu suchen und dann einen anderen zu finden. Allerdings ist die Vorgabe gerade in Ballungsgebieten nicht immer leicht einzuhalten.

Wesentlich umstrittener ist dann noch der Mindestabstand zu Bahnlinien von 45 Metern, da hier die Guidelines (der plattdeutsche Name für die Spielregeln) in der Interpretation nicht ganz eindeutig zu sein scheint.
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