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Tauziehen

Es ist schon erstaunlich, auf welche Ideen Menschen kommen, die zuviel Zeit haben. Wer bei Tauziehen an so ein Spiel auf der grünen Wiese denkt, bei dem zwei Teams in entgegengesetzte Richtung ziehen, liegt dabei gar nicht so falsch. In der ursprünglichen Form wird Tauziehen mit kräftigen Männern (oder auch Frauen) und noch stärkerern Seilen gespielt - wer mehr wissen will fragt Onkel W. oder Tante G.

Die Dosenfischer fragten nun aber doch in ihrem B-Grüß-Nummer grad, was es mit den Hochziehern und den Runterziehern auf sich hat. Dabei gehts um eine ganz besondere Form des Zeitvertreibs in Foren. Bei dem Tauziehen in seiner Variante als Forumspiel wird bei einer Zahl wie 50 begonnen, die von einem besonders gelangweilten Forenteilnehmer in die Runde geworfen wird.

Es bilden sich dann zwei Teams, die Hochzieher und die Runterzieher. Die Hochzieher zählen zu der Zahl im letzten Posting einen dazu, die Runterzieher ziehen einen ab. Und posten natürlich wieder. Dabei werden auch gerne mal Zahlen in Form von Bildern aus der Bildersuche verwendet. Ziel des Spiels ist auf Null oder das Doppelte der Startzahl (in diesem Fall 100) zu kommen. Eine kleine Einschränkung gibts dabei: Jeder darf nur einmal die Stunde einen Beitrag absetzen, also im übertragenen Sinne "am Seil ziehen".

Ungeklärt bisher ist, ob es genetisch verankert oder durch das soziale Umfeld bedingt ist, ob man zu einem Hochzieher oder einem Runterzieher wird. Sehr schön ist aber auch bei diesem Spiel der Ringelmann-Effekt wieder zu beobachten.

Nebenbei sei noch erwähnt dass Foren-Administratoren relativ viel Toleranz für solche Forenspiele aufbringen müssen. Die Datenbank des Forums soll ja eigentlich mit sinnvolleren Postings genutzt werden. Daher werden abgeschlossene Runden solcher Wettkämpfe auch gern gelöscht, nachdem sich ein Team den Sieg sichern konnte.

Moderator bei Präsentationen

Software Besonders für mehrere Präsentationen bietet es sich an, einen Moderator die Themen und Vortragenden kurz vorstellen zu lassen. Neben der Begrüßung und Verabschiedung des Publikums kann er den Zeitplan einhalten und auch die Pause einleiten, falls ein Catering stattfindet auch solche organisatorischen Dinge erläutern.

Besonders ein diskretes Zeitmanagement ist für den Vortragenden als auch für das Publikum positiv. Mit dem Vortragenden kann z.B. vereinbart werden, dass der Moderator ein paar Minuten vor Ende der Präsentation zum Vortragenden kommt um dezent und wortlos durch sein Erscheinen auf das Ende der Vortragszeit hinzuweisen. Überziehen der Redezeit geht zu Lasten der folgenden Vorträge und auf die Nerven des Publikums und ist eine der schlimmsten Unsitten bei Vorträgen!

Nach dem Vortrag sollte sich der Moderator beim Vortragenden bedanken und die Fragerunde einleiten. Dazu kann man Fachfragen aus dem Publikum anfordern und auch als Moderator sollte man die eine oder andere Frage vorher bereitgelegt haben, um das Fachgespräch mit einem trägen Publikum in Gang zu bringen.

Perfekt wäre es, wenn sich eine kontroverse Diskussion ergibt, bei der die wichtigsten pro und contra zum Diskurs kommen. Dies zu steuern ohne selbst einzugreifen und ausgreifende Diskussionen zu mäßigen ist dabei die Kunst des Moderators. Der Moderator sollte dabei auch dezent für Ruhe im Raum sorgen, Getuschel kann aufgegriffen werden mit dem Kommentar "Ihre Fragen können hinterher gestellt werden!".

VHS-Kurse

Spanisch überholt Französisch titelte kürzlich Rhein-Berg-Online im Kölner Stadt-Anzeiger. Es ging um VHS-Kurse, also meist private Weiterbildung an der Volkshochschule. Das mit dem Spanisch wundert mich da gar nicht, die spanische Sprache ist wesentlich übersichtlicher und praktisch einsetzbarer. Ich musste mich aus historischen Gründen noch sieben Jahre mit der Sprache der Franzosen in der Schule befassen.

Vor allem aber, und deswegen tauchte der Artikel zum Thema Geocaching in den Google News auf: Geocaching wird gängiger VHS-Kurs! Und wenn das mal einer entdeckt, wie kürzlich grad im grünen Forum einen Kurs an der VHS Diepholz, dann schreien einige Geocacher laut auf: Kommerz! Wo kommen wir denn da hin! Mögen bloß eigene Caches gelegt und nicht die ohnehin bei GC gelisteten gesucht werden.

Der Zugang zur Bildung ist ein recht unterschiedlicher. Der eine liest ein Buch. Der andere guckt im Internet und probierts dann aus. Wieder andere gehen zur Volkshochschule. Das wiederum ist eine Einrichtung, mit der viele nur vage Klischeevorstellungen haben. Die VHS ist auch immer wieder für Gags im Comedy gut, aber es ist eine Einrichtung der Weiterbildung in der Freizeit, die schon viele Krisen überlebt hat.



Um das mal etwas zu erläutern: In der Volkshochschule bildet sich die Mittelschicht selbst fort. Das heißt: Sowohl Dozenten als auch Teilnehmer kommen aus dieser Schicht und stellen sowohl Teilnehmer als auch Dozenten. Unterhalb dieser Schicht gibt es an Kursen die man in der Freizeit besucht kaum Interesse, oberhalb werden meist andere Möglichkeiten der Erwachsenbildung gewählt.

Die Dozenten an der VHS bekommen ein relativ geringes Honorar, etwa wie ein Abteilungsleiter im Sportverein. Die Teilnehmer sind Menschen, die in ihrer Freizeit eben keinen Sport machen, sondern etwas Interessantes hören wollen. Und sie wählen diesen Zugang, sie besuchen einen Kurs. Werden Kurse aus dem Kursprogramm nicht angenommen, werden sie nach einiger Zeit nicht mehr angeboten.

Das kostet ein paar Euros, das ist aber gar kein Problem, dafür wird man unterhalten und gestaltet die Freizeit. Ein Internetzugang oder Buch für autodidaktischen Zugang kosten letztlich auch. Wenn es irgendwie mal einen VHS-Kurs hier gibt: Meine Caches könnt Ihr alle suchen. Dafür sind die da und ich freu mich auf die Logs.

Hightech aus Bayern

Es war eigentlich nur eine spontane Idee - für ein Nachtcache-Event in Bayern entwarf Windi vor ziemlich genau fünf Jahren ein Reaktivlicht, baute es auf und stellte es in der Nachtcache-Ecke im grünen Forum vor.

Seitdem hat sich an diesem elektronischen Reflektor viel getan, der Bastelaufwand für ein Reaktivlicht konnte mit vereinten Kräften im Geoclub auf wenige Teile reduziert werden und eine flexible Software auf einem billigen Mikroprozessor macht seither den Rest.



Aber was gibts noch so an technischen Basteleien bei Geocaches? Was kann man alles noch machen und wie siehts mit dem Wartungsaufwand aus? Darüber talken wir heute mit Windi aus München am Telefon und Usimo aus der Nähe von Viersen auf dem roten Sofa im Hauptstadtstudio.

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Reaktivlicht

Ein Reaktivlicht ist eine kleine elektronische Schaltung, die mindestens aus einer LED und unterschiedlich aufwendiger Elektronik sowie natürlich einer Batterie besteht. Elektronische Hinweise für die nächste Station haben immer ihren Reiz, können allerdings auch leicht kaputtgehen, da die Technik mit Frost und Feuchtigkeit schnell den Dienst aufgibt. Auch die Batterien sind dabei immer wieder ein Problem. Bei der Verwendung von Reaktivlichtern muss man einen größeren Wartungsaufwand in Kauf nehmen.

Solche Stationen kommen bei einem Nachtcache immer gut an und es macht Spass sie zu suchen. In der Nacht reagieren sie auf Lichteinfall und verwenden dazu entweder einen Lichtsensor (LDR) oder sogar die selbe LED, die dann auch anfängt zu blinken. Als Gehäuse haben sich daher für Reaktivlichter sogenannte Petlinge bewährt, also die sehr gut abschließenden PET-Rohlinge mit dem Schraubverschluss, die sich auch gut befestigen lassen.
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Im Gegensatz zu einer einfachen Schaltung für eine Blink-LED gibt das Reaktivlicht nur ein Signal ab, wenn es vorher angeleuchtet wurde. Um Strom zu sparen versetzen sich die neueren Varianten des Reaktivlicht mit dem ATtiny-Mikroprozessor automatisch in den Ruhebetrieb wenn es hell ist. Die Logik ist hier komplett mit Software gelöst und es existieren unterschiedliche Programme, die z. B. auch Morsezeichen erzeugen können. Außer dem programmierbaren Chip sind nur noch wenige passive Bauteile erforderlich um die Schaltung aufzubauen.
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