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Es werde Licht!

Grad noch in der Sendung mit dem moenk drüber getalkt und eine kurze Note in das Listing getippert, dass doch vielleicht mal jemand ein kleines Filmchen machen möge - und was liegt heute morgen doch tatsächlich in der Mailkiste?



Geocacher theped, seines Zeichens Eventkümmerer aus Bremen, hat dankenswerterweise mal kurz mit der Kamera eingefangen, wie der Schwanzvergleich bei den Lüneburger Heiden so abging!

Hier wurde nicht gekleckert, rund 60 verschiedene Funzeln waren am Start und wurden korrekt vermessen, man beachte insbesondere den Aufbau für die Messungen. Das war wohl schon was anderes als mein Bestand an Geocaching-Taschenlampen den ich 2007 mal kurz vorgestellt habe.

Erleuchtung in der Lüneburger Heide

Passend zu T wie Taschenlampen im Geocaching-Lexikon findet am Wochenende ein besonderes Event in der Nähe von Lüneburg statt:

JoFrie hat sich im Laufe der Zeit eine umfangreiche Sammlung an tragbarer Beleuchtung zugelegt und auch Muster von verschiedenen Herstellern gestellt bekommen. Über 50 unterschiedliche Modelle in verschiedenen Bauweisen mit diversen Batterien haben sich so bei ihm gesammelt. Mit geradezu akademischer Akribie wird hier gestestet und die Ergebnisse der Messungen auch detailliert veröffentlicht.

Auf dem Event soll neben Buffet und Klönschnack der Geocacher die Möglichkeit haben die unterschiedlichen Exemplare in die Hand zu nehmen und weils draußen auch noch recht früh dunkel ist auch gleich etwas testen. Außerdem wurde noch eine Teststrecke aufgebaut, um selbst Vergleiche anstellen zu können. Mit geeigneten Meßgeräten werden die Ergebnisse der Hersteller aus der Werbung kritisch geprüft.

Knapp 100 Geocacher sind angemeldet und perfekt wäre wenn noch jemand vor Ort etwas Video oder Podcast aufnehmen könnte.

cachetalk026.mp3

Taschenlampen

Wer mit dem Geocaching beginnt stolpert irgendwann auch über die ersten Nachtcaches. Aber auch nur so kann es nicht nur zu der Jahreszeit mit den kurzen Tagen und langen Nächten sinnvoll sein so eine kleine mobile Lichtquelle mit haltbaren Batterien dabei zu haben.

So kann man auch am Tage in dunkle Verstecke leuchten und manch Geocaching-Tour dauert gerade am Final länger als erwartet. Kaum ein Ausrüstungsgegenstand wird soviel diskutiert wie die Taschenlampe. Dabei ist es meist gar nicht so entscheidend, wie weit der Lichtkegel reicht, sondern eher wie kompakt und robust die Bauweise bei guter Lichtausbeute ist. Denn die beste Taschenlampe bringt nichts, wenn sie so schwer und klobig ist, dass sie doch lieber zu Hause liegen bleibt oder nicht funktioniert, wenn sie gebraucht wird.

Daher geht der Trend zu kleinen Ausführungen mit moderen LEDs als Leuchtmittel und in einem stabilen Metallgehäuse (meist aus Flugzeugaluminium) mit den (Typ "AA") Batterien, die man auch für das GPS verwendet. So können in diesem eher selten benötigten Ausrüstungsgegenstand auch noch die Reserve-Batterien untergebracht werden.

Batterien (am besten keine Zink-Kohle sondern nur Alkali-Mangan) sind hierbei Akkus zu bevorzugen, Akkus liefern nämlich eine geringere Spannung und damit weniger Licht, vor allem entladen sie sich aber im Laufe von wenigen Monaten selbst.

Für spezielle Nachtcaches, bei denen es auf große Reichweite ankommt kann man sich dann auch noch den Klassiker, eine Maglite, zulegen. Hier ist die Variante 4D mit den vier Monozellen und mindesten 3-Watt-LED statt der normalen Glühfaden-Birne sehr beliebt. Dazu gibt es dann auch noch sinnvolles Zubehör wie einen Gürtelhalter oder einen Neopren-Griff. Alternativ sind hier auch Handstrahler mit sehr großem Reflektor und Bleiakkus und Leuchtmittel wie Kfz-Bereich (55 Watt!) üblich.

Alternativen zu hagre jhemry

Einer der Hints, die man als Geocacher am häufigsten zu lesen bekommen ist hagre jhemry. Das kann der erfahrene Geocacher schon ohne Rot13-Decoder lesen und weiß sofort dass er unter einer Baumwurzel zu suchen hat.

Aber welche Alternativen gibts denn zu dem klassischen Baumwurzelversteck? In dieser Sendung sitzen Mic@ und Fedora mit mir im Hauptstadtstudio und der Schnüffler aus Karlsruhe ist über ISDN dabei. Wir sprechen über originelle Alternativen zu hagre jemry aus der Cacherlaufbahn, möglichst ohne dabei S wie Spoiler zu verteilen.



Dafür brauchen wir schon die doppelte Sendezeit des üblichen Cachetalks. Für die 25te Sendung haben wir uns das einfach mal erlaubt. Aber selbst das reichte nicht aus, um alle originellen Cacheverstecke zu erwähnen, gleich nach der Aufnahme fielen uns noch viele weitere ein. Da sind dann unsere Hörer gefragt, gute Ideen in den Kommentaren zu ergänzen.

cachetalk025.mp3

Spoiler

Natürlich kennt jeder den Begriff, aber aus einem anderen Zusammenhang. Üblicherweise versteht man darunter ein starres Bauteil eines Autos, das den Auftrieb verringert. Der Begriff hat aber auch eine Bedeutung aus der Welt der Medien, egal ob Buch oder Film: Hier ist der Spoiler eine Inhaltsangabe, in der wesentliche Spannungselemente vorweggenommen werden. Also etwa als ob im Kino in der Reihe vor einem jemand sitzt, der den Film schon gesehen hat und alles vorher verrät.

Daher ist es immer wichtig, in den Logs zu einem Geocache nicht zu spoilern, damit andere Geocacher auch noch den Spaß haben können, ein besonders raffiniertes Versteck selbst zu entdecken. Das macht wohl auch unter anderem den Reiz am Geocaching aus, wenn es wirklich pfiffige Verstecke und frische Ideen gibt, die dann angenehm überraschen.

Es gibt aber auch den Fall, wo der Owner, also derjenige, der den Geocache vesteckt besser selbst etwas spoilern sollte. Man spricht dann von einem Hint. Insbesondere in den Fällen, wo man relativ stumpfsinning jeden Stein umdrehen oder jede Baumwurzel untersuchen müsste. Hier kann die Umgebung geschont werden, wenn auf einem Spoiler-Bild oder aus einem textuellen Hint schon entnehmbar ist, dass dies nicht erforderlich ist und vielleicht auch noch, welche Steine oder Wurzel man sich genauer angucken sollte.

Diese Entscheidung ist nicht immer einfach, schon gar nicht allgemein zu fällen, und hängt immer von der Situation ab. Eine gute Frage, die sich jeder Owner stellen sollte lautet daher: Würde es Dir gefallen, den Cache so zu suchen, wie Du es von den anderen verlangst? Oder ist es mehr die Freude daran, wie die anderen da verzeifelt und wie doof stehen und nicht weiter wissen? Offensichtlich können Spoiler beim Geocaching nicht nur den Spaß verderben, sondern auch den Weg zum "Found it!" abkürzen und stupide Sucherei ersparen.

Es gibt zwar keine Verpflichtung, zu einem Geocache als Owner auch einen brauchbaren Hint zu liefern. Bei Verstecken, die eine aufwändige Sucherei ohne Spoiler oder Hint erfordern, sollte dies aber in der Bewertung der Schwierigkeit berücksichtigt werden. Für einen Geocache mit nur einem Stern in der Schwierigkeit darf daher ein Spoiler-Bild oder Hinweis immer dazu gehören.
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