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Checkpoint Charlie

Mitten in der Touristenecke von Berlin-Mitte steht Checkpoint Charlie, der gleichzeitig einer der ältesten Geocaches in Berlin ist. Unter dem Namen "Historic Words" ist hier bei geocaching.com ein Virtual Cache gelistet.



Wo im Geocaching-Lexikon doch grad V wie Virtual Cache dran ist, habe ich mich mit Mic@ und Sven spontan mal hier getroffen, um diesen Virtual mit einem Foto zu loggen - und natürlich dabei auch etwas zu podcasten.
In Berlin gibt es übrigens noch einen weiteren Virtual mit einem Rest der Berliner Mauer am Potsdamer Platz und zwei weitere im brandenburgischen Umland.

cachetalk028.mp3

Virtual Cache

Ein Virtual Cache ist ein Geocache ohne Dose und Logbuch, aber natürlich mit Listing und Koordinaten. Um diesen Cache zu loggen muss man entweder eine Frage beantworten, deren Anwort man vor Ort herausfinden soll, oder es soll ein Foto gemacht werden.

In den Anfangszeiten des Geocaching sollte dieser Cache-Typ verwendet werden, wenn man vor Ort keine Dose verstecken konnte, weil die Gegend zu belebt war oder aus anderen Gründen nichts versteckt werden konnte, weil es sich z.B. um ein Naturschutzgebiet handelte.

Bei geocaching.com können gemäß der Guidelines seit Ende 2005 keine Virtual Caches mehr gelistet werden, bereit vorhandene genießen aber einen Bestandsschutz und können weiter geloggt werden. Bei opencaching.de ist noch möglich virtuelle Caches zu listen und Groundspeak bietet zum Ausgleich die neuen Webseite waymarking.com für diesen Zweck an.

Da viele der Fragen, die man eigentlich vor Ort lösen soll heute auch bequem ergoogelt werden können, lassen sich viele Virtuals heute wie Mysteries lösen. Dies ist vom Owner des Virtuals zwar nicht beabsichtigt, viele ignorieren es auch, einige stören sich auch daran und löschen solche Logeinträge, wenn erkennbar ist, das der Geocacher nur als "couch potatoe" geloggt hat und nicht vor Ort war.

Die eigene Geocoin

Eine eigene Geocoin - da haben sicher viele Geocacher schon einmal drüber nachgedacht. Aber es gehört doch schon so einiges an Erfahrung dazu, so etwas selbst zu produzieren. Neben Kontakten zu den eigentlichen Herstellern in Fernost muss man schon wissen, wie die Vorlagen beschaffen sein müssen und welche Materialien wie verwendet werden können.

Auch Groundspeak möchte gefragt werden, ob der Entwurf so in Ordnung ist und die Tracking-Nummern müssen von dort bezogen und den Käufern der Geocoins die dazugehörigen Aktivierungscodes zur Verfügung gestellt werden.

Claudia vom Team Sepp & Berta hat für ihren Geocoinshop schon so einige Geocoins aufgelegt. Auch die Geocoin zum fünfjährigen Bestehen des Geoclubs und ganz aktuell ebenfalls zum fünfjährigen Jubiläum des Königlich bayrischen Geocaching-Stammtisches in München wurden von ihr produziert.

Zu früher Stunde talken wir mit Claudia über U wie urbanes cachen und natürlich über aktuelle Geocoins und wie sie von ihr entworfen werden.

cachetalk027.mp3

Urbanes Cachen

Geocaching ist nicht für die Stadt, sondern eher für die freie Natur erfunden worden. Grad der Weg durch die Natur ist ja das Ziel, wer sonst einen Schreibtischjob ausfüllt, für den ist Geocaching eine gute Gelegenheit mal wieder an die frische Luft und aus der Stadt raus zu kommen.

Trotzdem erfreuen sich urbane Geocaches ihrer Beliebtheit. Sehenswürdigkeiten werden bedost um Touristen mit Geocaching durch die Stadt zu führen und die Kirchencaches sind mittlerweile schon legendär. Wesentlicher Unterschied zwischen normalen Geocaches in der Natur und den urbanen Caches ist dabei die Art der Versteckmöglichkeiten.

Ein urbaner Cache nutzt die Winkel und Spalten in den Bauwerken und diversen Straßenmöbeln wie Bänken oder Telefonzellen. Dabei sind urbane Caches nicht unbedingt langweilig, auch hier gibt es immer wieder überraschende Möglichkeiten, auch größere Dosen zu verstecken. Meist sind es aber doch nur Micros, also Filmdosen oder Petlinge, die man in der Stadt findet.

Vorteil der urbanen Caches ist, dass man mal eben zwischendurch beispielweise auf einer Dienstreise einen Geocache machen kann und damit die Stadt besser kennenlernt. Sogar in der Heimatstadt wird man auf bestimmten Ecken erst durch einen kleinen Geocache aufmerksam gemacht.

Aber Vorsicht! Die Muggelgefahr ist beim urbanen caching besonders hoch. Nirgendwo anders müssen die Dosen so oft ersetzt werden wie im Stadtbereich. Und die Dosen sollte einwandfrei als Geocache erkennbar sein, sonst rückt schnell der Kampfmittelräumdienst an und es kann teuer werden.

Kindergarten im Forum

Manchmal benehmen sich erwachsene Menschen im Forum wie die Kinder im Kindergarten. Dazu gehört natürlich, dass man das alles auch ganz wichtig nimmt, um was es da geht. Sonst würde ja kein Erwachsener sich so emotional verlieren.

Eine besondere Rolle haben dabei die Moderatoren in einem Forum, also einem bestimmten Bereich auf einem Board. Und der Webmaster, an dem die Zankerei dann immer gern in letzter Instanz hängenbleibt, dazu später mehr.

Bleiben wir mal bei den Moderatoren. Die tun nämlich not, damit der Ton im Forum immer so einigermaßen sachlich bleibt, denn wenn immer wieder mal die gröbsten Ausrutscher weggeputzt werden, dann bleibts auch soweit recht kuschelig und letztlich informativ und unterhaltsam. Es soll ja Spaß machen im Forum etwas zu fragen und zu lesen was andere so schreiben.

Es gibt das so ein altes Posting, warum es sinnvoll ist bei einem alten Haus dafür zu sorgen, dass ein defektes Fenster auch repariert wird, weil sonst bald nicht nur alle Fenster kaputt sind. Ist schon recht alt und kommt aus Usenet-Zeiten. finde ich grad nicht wieder, stimmt aber heute noch.

Die Moderatoren machen da eine Art Ehrenamt, darum dürfen sie dann auch auf ihrem Spielfeld entscheiden wie sie wollen - "sole judge" nennt man das auch. Da redet nicht mal der Webmaster rein, sonst kämen sich die Moderatoren auf Dauer nämlich ganz schön veralbert vor. Möglicherweise muss man irgendwann mal Vorschläge machen, wer das vielleicht besser machen könnte, und darüber kann man reden. Auf jeden Fall sollte so ein Moderator von allen Teilnehmern akzeptiert werden.

Zum Problem wirds immer dann, wenn ein Moderator eine Position bezieht, weil dann das was er tun muss schnell als parteiisch oder auf jeden Fall nicht mehr ganz unvoreingenommen erscheint. Da kommen dann die Rufe nach einem neuen Moderator und der Webmaster möge den doch bitte schnell absetzen der da grad den Hut auf hat.

Dabei bringts aber auch gar nichts wenn der Mob skandiert "wir wollen einen neuen Moderator" - der muss erst mal gefunden werden! Einfach jemand anders einzusetzen ist da auch nicht zielführend. Es muss jemand machen wollen, es auch wohl können (technisch und menschlich, Erfahrung mit den Teilnehmern des Forum ist auch eine gute Idee!) und vor allem auch von allen akzeptiert werden. Dabei nur die Mehrheit hinter sich zu haben ist eher die zweitbeste Alternative.

Und dann ist da noch der Webmaster, der hat nämlich gar kein Bock darauf sich anzuhören, wer da was gesaagt hat und wie das dann noch war und was der gesehen hat. Der will einfach Ruhe im Stall. Ist so wie der Türsteher oder die Security in der Disco. Die interessiert auch nicht wer da wessen Freundin angerempelt oder wer wen zuerst angeegriffen hat. Der will einfach nur Ruhe in der Bude.

In der Ruhe liegt beim Webmaster eh die Kraft. Webmaster die das nicht kapiert haben, fahren ihr Board früher oder später vor die Wand. Wenn notwendig fliegt der Löschhammer, da können dann noch so laut alle Trolle "Zensur!" brüllen, auf dem Ohr muss man einfach taub sein.
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