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Götterdämmerung

Zum Auftakt dieser letzten Folge des Cachetalks in doppelter Länge treffen sich die Protagonisten vergangener Episoden im Raucherzelt vor dem Berolina-Stammtisch und sprechen über Geschehnisse am Anfang der Welt der Geocaching-Podcasts.



Danach gibt es einen Sprung in die Gegenwart. Das Schicksal des Geocaching ist offen, es bleibt abzuwarten, wie Reviewer und Lackeys die Zukunft gestalten. Lethargisch und unter Einfluß alkoholischer Getränke werden noch aktuelle Themen aus der grünen Hölle verarbeitet.

Damit legt der Cachetalker das Mikrofon aus der Hand. Für ihn heißt es nun: Auf zu neuen Taten! Mögen andere nun die Berufung übernehmen, die Geschehnisse bis zum Untergang zu kommentieren.

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Navigation im Tierpark Berlin mit OpenStreetMap und GPS

OpenStreetMap Für diesen Artikel, in dem ich mal ganz allgemein erklären möchte, wie man mit QGIS recht einfach Geodaten aus der OpenStreetMap auf Garmin GPS-Empfänger bekommt hätte ich auch "Quantum-GIS für Anfänger" als Überschrift nehmen können. Aber das klingt mir dann doch für die Zielgruppe zu technisch und damit abschreckend

QGIS ist freie Software und kann für Windows, Linux und Mac kostenlos heruntergeladen werden. Zumindest für Windows ist die Installation so einfach wie man das von üblichen Windows-Programmen so kennt. Ein praktisches Beispiel soll das Ganze praktisch nützlich verpacken. Die Vorgehensweise ist auch auf andere Aufgaben übertragbar, bei denen Punkte für ein Gebiet aus der OpenStreetMap gewonnen werden sollen.

Kürzlich war ich mit einer Freundin und Kindern im Tierpark Berlin. Um Verwechslungen zu vermeiden, in Berlin gibts ja aus historischen Gründen alles zweimal: Nicht den Zoologischen Garten, sondern den im Ostteil der Hauptstadt.

Man kann sich natürlich dort mit Wegweisern orientieren, allerdings müsste das mit dem GPS (in meinem Fall ein Garmin Oregano) eleganter gehen. Die notwendigen Daten scheinen in der OpenStreetMap schon enthalten zu sein, da waren einige Mapper offensichtlich fleißig. Damit gilt es "nur noch" die Daten abzuholen und zu konvertieren.

Zunächst wählt man auf der OSM-Webseite das Zielgebiet aus und macht dann einen Export. Die Datei heißt map.osm und kann auch unter diesem Namen in einem neuen Verzeichnis gespeichert und dann mit QGIS und dem OpenStreetMap-Plugin geladen werden.


QGIS erzeugt dann drei Layer: Punkt, Linie und Polygon. Die Linien brauchen wir nicht und werfen sie gleich wieder raus. Die verbleibenden Layer werden in ESRI-ArcGis-Shapes gespeichert, damit wir damit arbeiten können.


Der Polygon-Layer braucht etwas Nachbearbeitung, denn als Polygon erfassten Gehege lassen sich so direkt nicht als Wegpunkt aufs Garmin spielen. Daher werden mit dem Geometrie-Werkzeug aus dem Vektor-Menü die Polygonschwerpunkte bestimmt und in einem neuen Layer gespeichert.


Die beiden Punktlayer können dann geladen und zusammengeführt werden.


Nicht nur wer kleine Kinder kennt weiß wie wichtig es ist zu wissen wo die Toiletten sind. Die haben aber keinen Namen (wozu auch). In der Attributtabelle kann man den nun automatisiert nachtragen. Mit der Suche wird nach "toilet" in Feld "tags" gesucht, dadurch werden die passenden Datensätze markiert und dann mit dem Feldrechner der Name ergänzt.

Danach können alle Felder ohne Namen gelöscht werden. Dazu nach dem Namen sortieren, die ersten Datensätze markieren und im Bearbeitungsmodus den roten Löschknopf drücken.

Nun müssen noch mit dem Plugin Table-Manager die Feldnamen der Tabelle korrigiert und überflüssige Felder gelöscht werden, dann ist die GPX-Datei fertig zum Abspeichern.


Die fertige GPX-Datei kann entweder auf die Speicherkarte des Garmin in das GPX-Verzeichnis kopiert werden, wo auch die Pocket-Queries vom Geocaching sind oder mit dem Garmin POI-Loader als POI hochgeladen werden.

Nano zum Large aufmotzen

Wer die Geocaching-News einigermaßen verfolgt wird in letzter Zeit Artikel gesehen haben, in denen angeblich die neuen Definition der Behältergrößen verändert wurde.

Um das nicht alles wiederzukäuen hier mal ein ganz anderes Filmchen aus der Tube zum Thema. Ein Nano ist auch nach den kleinen Änderungen immer noch ein Micro, mit dem gezeigten Trick kann man ihn ganz locker aufmotzen:


Eine kleine Munkiste hat demnach die Innen-Abmessungen 26 cm lang mal 9 cm breit mal 17,5 cm hoch und damit 4095 cm³, also 4 Liter. Damit steigt sie sicher in die Large-Klasse auf.

Bleibt nur zu hoffen dass Petlinge auch weiterhin als Micro gelistet bleiben, obwohl eindeutig größer als eine Filmdose. Sonst muss ich mein Beuteschema weiter eingrenzen.

Jecken in Köln

Für Außenstehende wirken große Events von speziellen Gruppen immer etwas merkwürdig.

Ein gefundenes Fressen für die Presse: RTL hatte mit der Gamescon in Köln grad eine Woche vorher gründlich zugelangt.

Da kamen die Geocacher besser weg: Karneval ist zwar noch etwas hin, aber letztes Wochenende war das Geocoinfest in Köln. Mit fast 5000 Teilnehmern setzte das Event neue Maßstäbe, auch im internationalen Vergleich. In der Umgebung der Veranstaltung dürften die Jecken mit GPS wohl niemanden entgangen sein.

Trotz teilweise ungewöhnlichem Outfit und auffallender Dosensuche im Erlebnisraum kamen die Geocacher bei der Presse aber gut weg. Sicher auch ein Verdienst einer sinnvollen Pressearbeit der Organisatoren.

Nebenbei soll es auch Geocoins gegeben haben.

cachetalk112.mp3
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