Was muss mit zum Cachen

Neirolf hat gerade die Initiative ergriffen und in Anlehnung an einen Ausrüstungs-Fred aus dem grünen Forum sein Geocaching-Blog mit der Blogparade "Was muss mit zum Cachen?" gedopt.

Ein kluger Schachzug, um auf das neue Blog mit gut gemachtem Podcast aus dem Münsterland aufmerksam zu machen, dazu ein gutes Beispiel, ein Stöckchen in die mit zur Zeit fast 100 Blogs recht ansehnliche Geocaching-Blogosphäre zu werfen. Da wünsch ich mir mehr davon und mach auch gern mit!

Wenn man mit dem Cachemoped auf dem Weg ist, sind die komplizierten Geocaches eher die Ausnahme und man nimmt nur das mit, was in die Taschen der Hightech-Kunstfaserjacken passt. Mal kurz eben den Inhalt der Taschen auf den Tisch und ein Foto:



Da ist die Kamera natürlich nicht mit drauf. In diesem Fall eine Olympus Miyu 760, eine Outdoor-Kamera die mir der "geiz-ist-geil"-Verkäufer für diesen Zweck empfohlen hat, und damit bin ich recht zufrieden. Wasserdicht (aber nicht zu tauchen geeignet), kratzfestes Display, Metallgehäuse, dazu einigermaßen fotografische Qualität und erschwinglich. Einen Garantiefall gabs zwar schon, aber wo die überall ihre Filialen haben was das schnell erledigt.

Ganz wichtig: Ersatz-Batterien. Die werden ja mit Größenangaben ähnlich wie bei Damenunterwäsche bezeichnet. Ich nehm immer zwei AA und zwei AAA mit, die passen gut in das Täschchen was mal bei Akkus dabei war. Ist nämlich schon blöd wenn man irgendwo draußen nicht mehr weiter kommt, weil die Akkus im GPS leer sind. Noch blöder wenn man dann wieder auf Straßenschilder achten muss um wieder nach Hause zu kommen.

Das schweizer Taschenmesser ist schon 25 Jahre alt und immer wieder nützlich gewesen. Vor allem die Säge eignet sich gut um Filmdosen aus Löchern zu ziehen. Den Korkenzieher kann man auch gut oben in Stöcker drehen und damit Magnettüddeldosen angeln oder wieder absetzen.

Als echte Taschenlampe, also als Lampe zum immer dabei haben in der Tasche, hat sich die Fenix L2D bei mir bewährt. Dazu hab ich an andere Stelle schon mal etwas gebracht. Hell, gut fokussiert hat sie mir schon oft geholfen, und das auch am Tage! Immer wieder kann es recht hilfreich sein, in dunkle Ecken und Rohre gucken zu können.

Last but not least: Bring your own pen. Mach ich. Das Bild zeigt einen Werbekugelschreiber, alles andere hält bei mir nicht lange. Habe zwar auch so einen Space-Pen, der auf nass und über Kopf schreiben kann, aber wirklich brauchen tut mans doch eher sehr selten, dann tuts auch einer aus Kunstoff, bei dems nicht schade ist wenn man ihn jemand in die Hand drückt und er dann den Weg nicht wieder zurückfindet.

Über den Ackerschnacker von Motorola reden wir mal gar nicht mehr, sowas hat man eben dabei, der Taschenrechner darin ist mitunter auch recht hilfreich. Die erweiterte Cacheausrüstung müsste ich erstmal zusammensuchen, da gibts noch vieles mehr, was man aber alles eher selten braucht. Und es ist mittlerweile in verschiedene Kisten verteilt.

Spoiler aus der Tube

In dem Blog von ksmichel stand vor ein paar Tagen etwas über Cache-Tube. So eine Art YouTube, aber eben als Video-Portal speziell für Geocaching-Videos.

Dazu talken wir heute mit den beiden Geocachern Pete (Bushdogs SÜW) und Michael (Suppenkasper77) aus Mannheim, die dieses Projekt gerade frisch installiert haben. Es findet sich auch schon ein kleiner Bestand an Videos auf dem Weg zur Dose, die verschiedene Arten von Geocaches zeigen. Dabei legen die beiden Wert darauf, dass nicht so zu sehr gespoilert wird - entsprechende Videos können gemeldet werden.

Im Hauptstadtstudio sind natürlich wieder Mic@ und diesmal Kai977, der selbst gerade mit seinem Geocaching-Video-Podcast durchstartet. Dabei geht es auch um das Urheberrecht der verwendeten Musik für die Filmchen, denn sogar bei freier Musik unter den Creative Commons müssen Einschränkungen beachtet werden.

Bei kommerzieller Musik sind darüber hinaus auch für Podcasts GEMA-Lizenz-Zahlungen fällig, sogar YouTube ist nicht sicher.

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Das große B

Schwer Kult bei den Geocachern in Berlin und umzu ist das große B. Gemeint sind die Beelitz-Heilstätten, eine ganzer Ortsteil der Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Durch Bahnlinie und Hauptstraße ist das Gelände kreuzweise in vier Quadranten geteilt, die Geocaches für die unterschiedlichen Ansprüche bereithalten.

Nachdem unser lieber Geocaching-Kollege ew742 sich schon im grünen Forum darüber beklagte, dass mit Berlin gern der Brummitreff in Verbindung gebracht wird, will ich mal etwas für die nationale Cacherbildung beitragen.

Im zweiten Weltkrieg wurden die Heilstätten teils schwer beschädigt und danach wurde das Gelände von der russischen Armee komplett zur militärischen Sperrzone erklärt. Damit dienten die Heilstätten als das größte Militärhospital der sowjetischen Armee außerhalb der Sowjetunion. Auch Erich Honecker war hier bevor er mit seiner Frau 1991 nach Moskau ausgeflogen wurde.

Es gibt zwei Tradis, die beide ziemlich unspektakulär sind und heute erstes Ziel einer Ausfahrt mit den Cachemoped waren. Damit sieht man aber nichts vom Lostplace musste ich feststellen. Man muss schon die Multis angehen, um etwas vom Gelände zu sehen. Der Heizhaus-Multi besteht nur aus einer Station wurde mir gesagt, deswegen hab ich mir den dann noch vorgenommen. Man braucht auch keine weiteren Hilfen, an der ersten Station sind die nächsten Koordinaten notiert, der Final passt sich perfekt in seine Umgebung ein.



Die drei Geocaches waren übrigens alles Micros, hier ist wohl wirklich der Weg das Ziel. Einen großen Teil der Gegend kann man auch mit dem Cachemoped erkunden. Es gibts genug Filme dazu in der Tube, um einen Eindruck von der Location zu bekommen, auch bei FlickR gibt es haufenweise Bilder.

Wer Interesse an Lostplaces hat, wird mit dem großen B vor den Toren Berlins seine Freude haben. Mehrmals hab ich mir gedacht, was das doch für ein großer Abenteuerspielplatz ist. Aber hier und dort wird auch schon renoviert, von daher ist es sicher ein wenig wie mit der Akropolis - man sollte sich beeilen, Beelitz zu sehen, so lange es noch in dieser Form steht.

Twitter kostet den Job

Eine neue Sucht greift auch bei den Geocachern um sich. Ich hab die neue Droge mit dem Namen Twitter auch schon mal probiert, aber irgendwie wirkt sie bei mir nicht.

Dauert eh immer etwas länger, bis ich irgendeinen neuen Hype annehme, meist spiel ich immer erst mit den neuen Hypes des Internet herum, wenn es sich einigermaßen durchgesetzt hat. War bei ebay so, bei den Messengern, auch bei Skype.

Aber wir haben genügend dosensuchende Kollegen, die anscheinend einen erheblichen Teil ihres Tages darauf ver(sch)wenden, andauernd Statusmeldungen zu zwitschern, was sie grad tun. Und natürlich auch noch zu verfolgen, wer sonst was im Moment macht. Vielleicht packts mich ja irgendwann auch noch.

Allerdings hab ich mich immer schon gefragt, wie lang es wohl dauert, bis der erste wegen der twitterei seine Job verliert. Immerhin hat nun wohl schon einer wegen Twitter seinen Job nicht bekommen. Damit hätte man auch rechnen können, vielleicht ist das ganze auch ein PR-Gag von Cisco. Tatsächlich würds mich als Arbeitgeber durchaus stören, wenn Mitarbeiter den Arbeitstag vertwittern. Ist genauso schlimm wie privates Telefonieren oder rumgesurfe die auch zur fristlosen Kündigung im Arbeitsrecht führen können.

Übrigens war früher im FIDO-Netz ein Twit eine Person die man in eine Liste schreiben konnte damit man sie nicht mehr liest.

Hanseatische Powercacher

Am Tor zur Welt gab es schon in den ersten Tagen des Geocachings in Deutschland auffällig viele Geocaches. Da wundert es nicht, wenn etliche Powercacher mit vielen Finds in der Statistik aus Hamburg kommen.



Im Video-Podcast von D-Buddi wurden wir nun schon vorgewarnt: NDR und Sobo sind in Berlin. Eine gute Gelegenheit zu einem kleinen Talk - diesmal beim Russendenkmal am Tiergarten, wo ein Micro in der historischen Kanone nun bald auf den 1000sten Finder wartet.



Aber wie organisiert man eine Cachetour in dieser Liga? Dazu talken wir heute mit NDR (Dirk) und Sobo, den beiden Geocachern aus Hamburg. Dirk hält seine Homezone fleißig sauber und Sobo bekommt auch von Klettercaches keine grauen Haare.

cachetalk040.mp3
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