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Gëocacher-Meeting

Es sollte eigentlich ein überschaubares Meeting mit dem Gëocaching-Kollegen Bernhard sein - es wurde wohl das Geocaching-Event des Jahres in Berlin daraus.

Geplant war ein Klönschnack bei einer Tasse Bier und dem einen oder anderen Geocacher, der sich auch am Montag um 23:00 Uhr noch Zeit nimmt. In Berlin bekommt sowas recht schnell eine Eigendynamik, so dass das American Diner am Theodor-Heuss-Platz mit seinen Räumen grad noch ausreichte und der Service ständig in Bewegung war um Burger und Drinks zu servieren.

Neben Autogrammen und Fotos sorgte unser prominenter Sportskamerad mit lockeren Sprüchen für beste Stimmung im Saal. Diese einzufangen versucht der Cachetalk, der natürlich nur wieder eine Momentaufnahme sein kann. Bis in den frühen Morgen wurde noch im engeren Kreise einer amtlich bekannten Bessercacherin und eines freilaufenden Travelbugs gefachsimpelt.

cachetalk057.mp3

Staatsbesuch mit Segway

Die Bundesregierung rollte gestern und heute den roten Teppich für mich (und einige andere) aus und so fuhr mein Cachemoped heute auf Umwegen zum Staatsbesuch am Bendlerblock.

Der direkte Weg war nämlich durch den Berliner Marathon versperrt. Also gings hin über Wedding mit Tiergartentunnel und zurück über Kreuzberg und Kotti. Die eine oder andere Dose auf dem Weg hab ich mal ignoriert, ich hab noch genug von gestern Nacht nachzuloggen.

Es gab jede Menge in grün zu sehen nachdem die Feldjäger einen Teil meiner Cacher-Grundausrüstung sichergestellt hatte. Ein Kontaktmann stellte nach Nennung des Codeworts "grüne Wiese" ein geheimes Treffen mit Agent Oschn her, der hier in geheimer Mission unterwegs war.

Dabei gab es auch Gelegenheit mit dem neuen Agentenfahrzeug Segway eine Platzrunde zu drehen:
#Berlin ist toll. Lauter Promis hier am Start. Zuletzt der He... on Twitpic

Google wird sozial

Internet Ganz zufällig stolpere ich heut über Google Friend Connect. Ein neuer Service von Google, der soziale Netzwerke wie z.B. XING oder Facebook vermischt mit Funktionen wie man sie von Twitter oder MySpace kennt anbietet.

Das ganze ist noch in der Entwicklung, aber es sieht mir so spannend aus, dass ich es gleich in meine Communities eingebaut habe. Es gibt zwar sogar für das von mir verwendete phpBB ein Plugin, dass man sich als Nutzer von Google Friend Connect nicht mehr registrieren muss und dann sofort im Forum kommentieren kann, aber das muss ich doch noch mal schwer überlegen ob ich das möchte.

Was der neue Dienst kann zeigt ein Video aus der Tube auf plattdeutsch, aber mit hochdeutschen Untertiteln:


Man kann also als Webmaster ein Stückchen Code auf seine Seite packen und die Benutzer können sich dann als Mitglied dieser Seite eintragen. Dazu muss man sich nicht extra irgendwo registrieren, sondern das meist vorhandene Konto bei Google, AOL oder Yahoo tuts genauso wie OpenID.

Google verspricht eine bessere Bindung der Besucher der eigenen Webseite, indem sie sich ohne großen Aufwand als Mitglied eintragen können. Als Besucher kann man sehen, welche anderen Websites andere Mitglieder interessant finden, diese könnte ja dann auch die eigenen Interessen treffen. Natürlich fehlen auch die üblichen Funktionen wie Kommentare und Freundeslisten nicht.

Insgesamt also nichts Neues - aber es ist einfach einzubauen und vor allem ist es von Google. Würde mich nicht wundern, wenn diese Lösung es schafft sich einen bedeutenden Platz auf dem Markt der Lösungen für soziale Netzwerke zu sichern.

CB-Funk

Ich erinnere mich daran, dass ich so etwa 12 bis 14 Jahre alt gewesen sein muss, da war ich völlig von der Elektronik begeistert. Auch mein Schulpraktikum war natürlich als Elektriker und wenn damit nicht so geringes Einkommen verbunden wäre würde ich heute wohl irgendsowas machen.

Da passte die Spielerei mit Funkgeräten natürlich perfekt dazu. Damals waren es CB-Funk-Geräte, 12 Kanäle, AM, sowas hatte man damals. Verbunden mit technischer Bastelwut der erste Schritt zur Amateurfunklizenz, die ich dann so etwa zehn Jahre später mit voller Punktzahl bestanden habe.

Damals war das noch ein recht spannendes Hobby, die Gesprächspartner waren meist ebenfalls technisch interessiert oder irgendwie sonst nette Menschen, mit denen man sich auch treffen und nicht nur drahtlos klönen konnte. Zu einer Zeit, als das Handy im heutigen Sinne noch gar nicht erfunden war.

Der Rest ist Geschichte: Die Kisten wurden immer billiger, immer weniger basteltauglich, immer weiter verbreitet, wir bekamen immer mehr Störer und sonstige unangenehme Menschen dazu. Ich würd mir die Spielzeuge vermutlich nicht nur deswegen nicht mehr antun, weil es mittlerweile Mobiltelefone gibt und ich auch mit anderen Funkgeräten rumspielen dürfte. Macht sehr vermutlich einfach keinen Spaß mehr. Sogar meine Lizenz hab ich vor ein paar Jahren zurückgegeben.


Warum das nun auf meiner Cachemopedseite? Nun, die Lady fragt sich, wo das mit dem Geocaching noch hinführen wird. Ich sehe beim Geocaching die Entwicklung, die ich beim CB-Funk schon erlebt habe. Der Kram wird immer billiger und verbreitet sich. Mit den vielen Teilnehmern, die nicht alle aus der Gruppe der bisherigen typischen Geocacher kommen, ich sag immer "über 30, männlich, und vor allem technisch interessiert".

Die Medien tragen sicher ihren Teil dazu bei, vor allem aber durch das Internet kommen immer mehr Geocacher dazu. Der Geocacher-Promi erreicht mit seinem Buch auch dann diejenigen noch, die lieber Bücher lesen, mit fallen da spontan Lehrer ein, aber das ist sicher nicht repräsentativ sondern nur eine subjektive Wahrnehmung. Also: Alle kriegen irgendwie mit, dass es sowas wie Geocaching gibt. Da nützt es auch nicht viel, wenn einzelne dann eine geheime Kultur aufrechterhalten wollen.

Es wird so kommen wie mit dem CB-Funk. Ein an sich schönes Technik-Hobby wird auch an der technischen Entwicklung, aber vor allem an seinen neuen Anhängern zugrunde gehen. Da brauchen wir auch gar nicht groß zu lamentieren, das wird wohl so kommen, und wir werden auch nicht viel dagegen tun können. So lange wie es Spaß macht bin ich auch noch dabei, irgendwann wird jeder für sich feststellen, wenn andere Dinge interessanter sind.
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