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Einstiegshürden

Immer wieder kommt mal die Frage auf, ob neue Geocacher erst bestimmte Voraussetzungen erfüllen sollen müssten, bevor sie ihren ersten Geocache legen dürfen. Grad wieder kam aus Bayern ein Geocacher mit einem solchen Gedankenspiel zur Cachequalität um die Ecke.

Der Gedanke, die Möglichkeit die erste Dose zu verstecken an bestimmte Voraussetzungen zu binden ist schon ziemlich alt und wird immer wieder mal aufgebracht. Gängige Vorschläge sind da dass man erst ab 100 Caches loslegen darf, oder man braucht eine Empfehlung eines etablierten Geocachers oder im schlimmsten Fall eine Prüfung (wie auch immer die aussehen soll).

Nein, so geht das nicht! Geocaching ist ein freies Hobby. Der Anfänger darf auch Fehler machen und sogar völligen Mist bauen. Daraus kann man lernen, davon abgesehen gibts Reviewer die die Spielregeln kontrollieren und mehr ist nicht erforderlich. Da werden keine weiteren Vorschriften gebraucht.

Der Owner bekommt Rückmeldung über die Logs, natürlich nur von Geocachern die auch Eier für mehr als ein Kurzlog in der Hose haben um zu schreiben wenn das Kunstwerk nicht gefallen hat. Zumindest über GC-Vote können auch die Feiglinge ihr Kreuzchen machen. Und schließlich kann man sich als Geocacher auch vorher angucken von wem man da einen Cache machen will und Qualitätscaches von Geocachern mit einem guten Ruf bevorzugen.

Bei Erstlingswerken kann man doch erst mal andere gucken gehen lassen. Ein Grund auch warum ich mir die FTF-Hatz spare: Ich warte erst mal das Feedback in den Logs ab und guck mir den Vote-Level an. Die Einstiegshürden und damit die Freiheit den erste Geocache zu legen für Newbies zu erhöhen ist jedenfalls für mich kein sinnvoller Ansatz. Wer bei Geocaches enttäuscht ist, hat meist selbst schuld.

Kettenreaktion

Das Fahrrad hat sie, sogar manche Roller, und mein Cachemoped auch: Die Kette. Da fliegen Menschen zum Mond und die Kraftübertragung zwischen Getriebe und Hinterrad geht immer noch mit der geschmeidigen Technik wie bei Opa.

Ok, es ist schon ein Hightech-Produkt, so mit O-Ringen drin die keinen Dampfstrahler mehr abkönnen, aber intern dauerhaft geschmiert sind und nur die Innenseite braucht immer wieder mal etwas Kettenspray. Übrigens kein Fett aus der Spraydose sondern eher ein fettiger Klebstoff. Mein Kettenfett ist sogar weiß damit ich keine Stelle beim nachlegen vergesse.

Und die Spannung muss man auch regelmäßig kontrollieren. Sitzt die Kette zu fest, verschleißen Ritzel und Kettenrad, vor allem kann die Kette aber sogar bei Bodenwellen reißen. Ist sie zu locker, springt sie im harmlosen Fall nur beim Ritzel über, im ungünstigsten Fall aber vom Kettenrad und man packt sich damit ganz gefährlich hin.

Alles aber kein Thema so lange man die Kette spannen kann. Ist auch ganz einfach, Kettenspanner wie bei Omas Hollandrad nachziehen und es passt wieder. Irgendwann ist damit aber vorbei, dann kann man fast nach jeder Tankfüllung nachziehen. Merkt man sofort an der Kettenreaktion wenns soweit ist: Die Kette fängt unter Last am unteren Trum immer wieder an zu schlagen.

Soweit wars grad bei mir. 20.000 Kilometer etwa hat sie gehalten, das kann bei meiner Fahrweise schon sein. Zu blöd nur, dass das Cachemoped-Event des Jahres grad heute war! So schnell krieg ich natürlich keinen neuen Kettensatz und erst recht nicht montiert.

Glücklicherweise hatte Kai977 grad heute auch zu einem Geocaching-Flashmob mit Wasserschlacht geladen.



Hatte ich zwar eigentlich nicht auf dem Plan, ich weiß auch nicht was Geocaching nun mit Flashmobs zu tun haben soll, aber doch: Das hatte was. Das war einfach eine kindische Riesengaudi, bei der ich wasserfest verpackt das Vergnügen hatte meinen Frust über das verpasste Mopedevent wirksam zu kompensieren.

Geocacher aus Berlin und zugereist aus Braunschweig, Schleswig-Holstein und der Schweiz waren mit dabei. Der klassische Flashmob wurde so als Geocaching-Event zurechtgemacht. Insgesamt bestrachtet eindeutig eine gelungene Veranstaltung, die es nun in Berlin wohl auch öfter geben soll.

YouTube-Filme auf Video-CD

Linux Das Video-CD-Format ist schon ziemlich alt und von der Qualität her so wie ein guter alter VHS-Videorecorder. Aber diese Scheiben haben einen großen Vorteil: Sie laufen auf jedem DVD-Player, den man sich an die Glotze anschließen kann. Die besseren Formate wie DivX oder H264 können meist nur die 50-Euro-Dinger aus dem Kaufhaus.

Ich hatte grad mal Bedarf ein YouTube-Video für jemand ohne Internet (das gibts auch noch) auf eine CD zu brennen, so dass es ohne viel Knöpfchendrücken abspielbar ist. Da kam mir diese nicht mehr ganz zeitgemäße Video-CD gerade recht. Keine Menüs auswählen, einfach CD rein und spielt ab, so wie man das von Audio-CDs auch kennt.

Als zertifizierter Linuxer natürlich Oldschool Commandline, und das geht erstaunlich einfach musste ich feststellen. Ich hatte mit umfangreichen Parameter-Orgien gerechnet, aber das ist nur bei der Formatkonvertierung erforderlich wenn man dem mencoder verwendet. Der hat dafür den Vorteil alles konvertieren zu können was der mplayer abspielt und das dürfte bei korrekter Installation so wirklich jedes Video sein, das man sich irgendwo runterladen kann.

Das bedeutet auch, dass man mit dem Weg, den ich hier in diesem Artikel notiere damit ich bei Bedarf noch mal drauf zurückgreifen kann so ziemlich jedes Filmchen auf Video-CD brennen kann. Das hätte ich bei meiner alten Digitalkamera auch schon gebrauchen können, die nämlich relativ exotisches (die Mac-User mögen es mir nachsehen) Quicktime-Video erzeugte. Eine Alternative für die Konvertierung wäre noch der ffmpeg, der einfach eine Option target=vcd hat, aber bei einigen Video-Formaten auch gern mal zickt.

Natürlich braucht man die bei YouTube übliche FLV-Datei auf der Platte, es kann auch die bessere MP4-Datei sein, dafür gibts schon diverse Tools um sich den Film von YouTube oder ähnlichen Video-Portalen herunterzuladen. Einige Portale bieten den Download sogar direkt an.

Die eigentliche Umwandlung macht ein etwas unhandlicher Aufruf von mencoder, den ich mir aus der mplayer-Doku kopiert habe:
mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg
-mpegopts format=xvcd -vf scale=352:288,harddup
-srate 44100 -af lavcresample=44100
-lavcopts vcodec=mpeg1video:keyint=15:vrc_buf_size=327:
vrc_minrate=1152:vbitrate=1152:vrc_maxrate=1152:acodec=mp2:abitrate=224
-ofps 25 -o videocd.mpg hirschhausen.flv

Damit (alles in eine Zeile natürlich!) wird eine Datei mit dem phantasielosen Namen videocd.mpg erzeugt. Wer kreativer ist oder mehrere Dateien konvertieren möchte sieht auch hier sofort was zu tun ist. Die Optionen stehen vorne um über die History der Shell schnell andere Dateien zu verarbeiten.

Danach wird ein Image für die Video-CD gebacken:
vcdimager videocd.mpg

Man kann dem vcdimager auch mehrere Videodateien im passenden Format vorwerfen. Bei den aktuellen Preisen für leere CDs mach ich das aber nicht. Die Defaults passen und weitere Optionen sind nicht erforderlich.

Das erstellte Image kann man dann mit cdrdao auf eine CD brennen:
cdrdao write videocd.cue

Auch hier sind in meinem Fall keine Optionen erforderlich, weil es einen symbolischen Link /dev/cdrecorder bei mir gibt, der korrekt auf /dev/sr0 zeigt.

Das wars schon. Die Dateien lassen sich danach mit rm videocd* einfach alle wegräumen. Ich hab mir die Schritte in ein Skript flv2vcd.sh geschrieben das auch im Downloadbereich bereitliegt. Nun hab ich von der Qualität eines YouTube-Videos auf dem Pantoffelkino keine Wunder erwartet, aber die Qualität ist für mich als aus der Generation Videorecorder sogar noch akzeptabel.

Spinnerbrücke

Woher die Spinnerbrücke ihren Namen hat ist nicht so ganz geklärt. Ob es nun an den Mopedfreunden liegt die schon zu Westzeiten gern von den Anwohnern der Brücke als Spinner bezeichnet wurden oder ob es vielmehr so ist, dass hier nach der Errichtung der AVUS im Jahr 1921 viele Technik-Spinner stundenlang die dort fahrenden Autos und Motorräder beobachteten.

Auf jeden Fall ist die Spinnerbrücke immer noch eine der beliebtesten Zielkoordinaten, und natürlich ist die Location auch bedost von keinem geringeren als dem Harley-Kollegen Mr. Pete persönlich!

Gestern war jedenfalls an dem Biker-Treffpunkt der Start für ein Geocacher-Event aus der Reihe Cacher's Moped. Der Kreis der üblichen Verdächtigen (darunter auch die Lady und MaxED9) scheint sich langsam aber stetig zu erweitern. Die Dosensuche auf zwei Rädern, genauer die Variante mit zulassungspflichtigen Kraftfahrzeugen scheint gar nicht so selten zu sein.



Diesmal hatten wir das Vergnügen den Buggy-Club Berlin e.V. bei der Fahrt zu seinem Sommerfest zu begleiten. Das Geocaching kam dabei etwas kurz, aber trotz einiger Stops mehr als bei uns üblich und einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit auf Mofa-Niveau war es schon tolles Spektakel.
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