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Happy Birthday GC77

Der neunte Geburtstag von GC77, dem ersten Geocache in Deutschland überhaupt, war Ziel dieses Geocaching-Events mit dem Motorrad aus der Reihe Cacher's Moped.

Zusammen mit anderen Geocaches entlang der Strecke konnte die uralte Munitionskiste mit Hilfe des Owners und dem Einsatz von Hightech ausgegraben werden. Ein paar Eindrücke von der Geburtstagsparty bei GC77 mit Sekt und Kuchen sowie der restlichen Tour gibts in diesem Fotofilm:

Berliner Staatsbürgerschaft

Lesen bildet bekanntlich. Das soll aber auch davon abhängen, was man liest. Nicht überall wo Bild draufsteht ist auch Bildung drin, manchmal auch nur viel Meinung.

Die Zeitschrift GEO kommt aus einer ähnlichen Ecke, wenn man nur mal die Geographie betrachtet, ist potentiell aber viel lesenswerter. In meinem Fall eher hörenswert, einige Podcasts sind meine täglichen Begleiter bei der täglichen Pendelei mit der S-Bahn.

Mit 16 war ich das erstemal in Berlin. Damals noch mit dem Flieger, natürlich nach Tegel, nicht nach Schönefeld, die Mauer stand noch und ich fand das alles recht reizvoll. Eigentlich müsste man dort leben, das hab ich mir damals schon gedacht, irgendwie kam immer etwas dazwischen. Es hat dann noch 25 Jahre gedauert bis ich es umsetzen konnte, nach 40 Jahren in der niedersächsichen Provinz. Mit leichten Startschwierigkeiten, aber nun bin ich angekommen.

Das Berlin-Gefühl wird in diesem Podcast so schön auf den Punkt gebracht, dass ich es nicht weiter kommentieren möchte. Da trübt nur noch der Feuchtgebiet-artige Vortrag des Textes von Henning Sussebach den Gesamteindruck dieser unbedingt empfehlenswerten Episode.

GEOaudio188_Extra_Berlin.mp3

Zerknirscht

Spannende Frage: Was ist das hier? Sowas kennen vermutlich nur Moppedfahrer. War immer an meinem Cachemoped seit es den kuscheligen Carportplatz in Oldenburg gegen einen Berliner Hinterhof eintauschen musste:


Heute morgen war ich dann etwas eingeparkt und musste mich mal eben wegschieben. Ganz schlau natürlich das Teil noch dran. Hinten übrigens, vorne klappt bei dem üblichen Parkplatz ganz schlecht. Außerdem soll das gefährlich sein das vorne zu vergessen weil man sich damit ganz gefährlich hinpacken kann. Und so ein quietschgelbes Spiralband als Gehirnstütze kommt mir da schon mal gar nicht an den Lenker.

Ich also versucht wegzurollen und es hat geknirscht. Scheint aber soweit beim japanischen Edelmetall alles ok zu sein. Nur das Ding geht nicht mehr zu. Und wenn ich es zubekomme, dann womöglich nicht mehr auf. Dann lasse ich das doch lieber weg. Jetzt weiß ich auch warum der Typ bei Tante Louise mich angegrinst hat und gefagt ob ich einen Roller hätte. Also ein Fall für den Schrott, vielleicht mach ich auch einen TB draus.

Aber mal an alle die wissen, was das ist: Was nehmt Ihr denn so? Und wie nimmt man das elegant mit ohne dass es klappert wenn man es nicht in die Tasche stecken kann und auch keinen Koffer hat?

Rudelcachemobil

Die IAA zeigt wie immer schöne Frauen und schnelle Autos - Garmin, seinen Zeichens Weltmarktführer bei Dosensuchgeräten, bietet mit seiner neuesten Entwicklung ein Herz für Geocacher ohne Cachemoped.

Der Slipstream-Bus garantiert einem Rudel Geocacher eine bequeme Fahrt von Cache zu Cache. Garmin schickt den sportlichen Kollegen Kevin vor der in einem Tubenfilm sehr eindrucksvoll die Features des neuen Produkts zeigt:


Vom komfortablen Sofa bis zur Einbauküche ist alles an Bord. Damit entfallen zeitraubende Pausen bei der goldenen Möve. Natürlich fehlt eine Musikanlage für Dosensongs genauso wenig wie ein fettes TV-Set um die Videos aus Nordfriesland zu gucken. Für die Bessercacher gibts genug Ablagen für die T5-Seilschaften und auch eine Dusche um sich vom Lostplace-Staub zu befreien.

Etwas bedenklich stimmt mich die Formulierung "Race", die der Kollege öfter verwendet, denn Geocaching wird von einigen ja auch zur Entspannung betrieben! Außerdem wird mir in dem Video zu viel gesundes Essen und Getränke präsentiert, etwas Knabberkram und eine Zapfanlage sollte man zumindest gegen Aufpreis ordern können.

Einstiegshürden

Immer wieder kommt mal die Frage auf, ob neue Geocacher erst bestimmte Voraussetzungen erfüllen sollen müssten, bevor sie ihren ersten Geocache legen dürfen. Grad wieder kam aus Bayern ein Geocacher mit einem solchen Gedankenspiel zur Cachequalität um die Ecke.

Der Gedanke, die Möglichkeit die erste Dose zu verstecken an bestimmte Voraussetzungen zu binden ist schon ziemlich alt und wird immer wieder mal aufgebracht. Gängige Vorschläge sind da dass man erst ab 100 Caches loslegen darf, oder man braucht eine Empfehlung eines etablierten Geocachers oder im schlimmsten Fall eine Prüfung (wie auch immer die aussehen soll).

Nein, so geht das nicht! Geocaching ist ein freies Hobby. Der Anfänger darf auch Fehler machen und sogar völligen Mist bauen. Daraus kann man lernen, davon abgesehen gibts Reviewer die die Spielregeln kontrollieren und mehr ist nicht erforderlich. Da werden keine weiteren Vorschriften gebraucht.

Der Owner bekommt Rückmeldung über die Logs, natürlich nur von Geocachern die auch Eier für mehr als ein Kurzlog in der Hose haben um zu schreiben wenn das Kunstwerk nicht gefallen hat. Zumindest über GC-Vote können auch die Feiglinge ihr Kreuzchen machen. Und schließlich kann man sich als Geocacher auch vorher angucken von wem man da einen Cache machen will und Qualitätscaches von Geocachern mit einem guten Ruf bevorzugen.

Bei Erstlingswerken kann man doch erst mal andere gucken gehen lassen. Ein Grund auch warum ich mir die FTF-Hatz spare: Ich warte erst mal das Feedback in den Logs ab und guck mir den Vote-Level an. Die Einstiegshürden und damit die Freiheit den erste Geocache zu legen für Newbies zu erhöhen ist jedenfalls für mich kein sinnvoller Ansatz. Wer bei Geocaches enttäuscht ist, hat meist selbst schuld.
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