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Eierei für die grüne Hölle

Internet Eins meiner Foren, der Geoclub, auch als "die grüne Hölle" bekannt, hat kürzlich ein kleines Facelift bekommen. Man kann ja noch so wenig ändern wollen, das Geschrei auf der Wiese ist garantiert.

Dem einen ist die Schrift zu klein, dem anderen das Layout zu breit, wieder jemand die Navigation zu fummelig, sind doch nun CSS-Dropdown-Menüs drin. Und die haben es in sich, wenn man einen mobilen Browser verwendet, also sprich: Mit dem "Handy" surft.

Eine mobile Version des beliebtesten deutschen Geocaching-Forums war also überfällig. Zufällig gabs da grad was von Ratio, ähh, Artodia. GPL und OpenSource wie sich das gehört. Für alle Eierfreunde mit angefressenem Fallobst in der Tasche auch mit der adäquaten Farbgebung, für alle anderen Mobilisten sicher auch akzeptabel.

Schlauerweise wird bei dem Paket für das verbreitete phpBB nicht nur der sogenannte Style geliefert, den man einfach hochlädt und aktiviert, sondern auch ein kleines Skriptchen. Das erkennt dann, ob jemand mobil um die Ecke kommt oder ein größeres Device (sogenannten Desktop) verwendet.

Nun hat mir mein Prof. Wagner beigebracht, dass solche Erkennungen nicht so der Bringer sind und man Mobilisten auch eine eigene URL vorlegen kann. In meinem Fall also m.geoclub.de - und wer die aufruft, ist auch mobil, will also keinen Schalter zur Desktop-Version. Sämtliche Abfragen zum verwendeten Browser kann man sich demnach sparen.

Das hat auch den Vorteil, dass man den Code der mobile.php nur einbinden muss, wenn eben dieser Host mit dem Namen "m.geoclub.de" aufgerufen wurde. Die Einbindung in die session.php wurde von mir daher so erweitert:
// Mod: phpBB Mobile start
if (strpos(strtolower($_SERVER['HTTP_HOST']),"m.")==0){
include_once($phpbb_root_path . 'includes/mobile.' . $phpEx);
phpbb_mobile::setup('art_mobile_iphone');
}
// Mod: phpBB Mobile end


Das würde an sich schon reichen, aber nun kann die mobile.php noch etwas vereinfacht werden, zunächst kann die Function "get_mode()" reduziert werden auf ein:
$value='mobile';
return $value;


Außerdem kann die Function "_tpl_include" komplett entfernt werden, sie würde nur die Original-Funktion überschreiben. An dieser Stelle werden sonst in den Header und Footer Links zur jeweils anderen Oberfläche eingehakt.

Danach werden keine Cookies mehr gesetzt und normales Forum und mobile Version laufen friedlich nebeneinander her.

Punkte der OpenStreetMap in Garmin POI konvertieren

OpenStreetMap Immer wieder kommt in Foren die Frage auf wie man einfach Punkte aus der OpenStreetMap in POI für das Garmin konvertieren kann.

Auch Forscher an meiner Dienststelle wünschten sich kürzlich POI aus der OpenStreetMap von Hotels, Autovermietung, Supermärkten, Kneipen und anderem auf dem Navi zu haben.

Das geht recht einfach und lässt sich mit den drei Programmen wget, ImageMagick und GPSBabel auf der Linux-Shell sogar automatisieren. Natürlich kann man auch alle Schritte auf einer klickbaren Oberfläche nacheinander ausführen.

Als erstes holen wir uns die POI aus dem Untersuchungsgebiet mit der Overpass-API:
wget "http://overpass-api.de/api/interpreter?data=node[tourism=hotel](-18,-61,2,-46);out meta;" -O hotel.osm


Wer kein wget auf einer Shell verwendet kopiert einfach den Text zwischen den Anführungszeichen als URL komplett in den Browser seiner Wahl speichert die OSM-Datei ab.

Dann brauchen wir noch ein Icon, dabei greife ich in die OpenClipart und hole es dazu:
wget "http://openclipart.org/image/800px/svg_to_png/129925/1301476335.png" -O hotel.png


Das Icon muss noch das richtige Format bekommen, hier wird der convert von ImageMagick verwendet:
convert hotel.png -compress none -type truecolor -resize 24x24 hotel.bmp


Schließlich macht GPSBabel die GPI-Datei für Garmin fertig:
gpsbabel -i osm -f "hotel.osm" -o garmin_gpi,category="Hotel",bitmap="hotel.bmp",position -F "hotel.gpi"


Das Beispiel lässt sich beliebig für andere Features der OpenStreetMap übertragen. Die Sache hat nur einen Haken: POI die als Fläche gemappt sind werden auf diese Weise nicht berücksichtigt.

Klassenbildung beim Geocaching

Geocaching Zu meine Artikel gestern wurde gewünscht, die Klassengesellschaft beim Geocaching farblich darzustellen. Es gibt ja die Anhänger des tradionellen Geocaching, zu denen ich mich auch zähle, andere wollen nur Multicaches nach Art der Schnitzeljagd im Wald machen und wieder andere brauchen knifflige Mystery-Rätselaufgaben.

QGIS kann natürlich auch klassifizieren, als Hintergrund verwende ich in diesem Beispiel die WMS-Luftbilder für Berlin von 2011, die in Berlin der Senat für Stadtentwicklung zur Verfügung stellt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Luftbilder in der Projektion angefordert werden, die auch die darüber liegenden Layer haben, also in diesem Fall UTM 33N.



Der Puffer-Layer von gestern passt dann elegant darüber und lässt sich in bunten Farben nach dem Geocache-Typ klassifizieren.



In meinem Beispiel fehlen dabei Klassen, die in der Ausgangsdatei (PQ als GPX von Groundspeak) nicht enthalten waren. Warum das so ist kann sich der geneigte Leser sicher denken.

Abstand halten beim Geocaching

Geocaching In der grünen Hölle wurde kürzlich gefragt, wie man einfach auf einer Karte sehen kann, wo gemäß der Abstandsregel (eine zehntel Meile darf rund um jeden Geocache kein weiterer Geocache oder eine physische Station eines solchen sein) noch Platz ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, so etwas zu machen, ich greife hier natürlich zu QGIS. Damit kann man sich eine PQ (Pocket Query, eine GPX-Datei die für Premium Member von Groundspeak abgerufen werden kann) mit allen traditionellen Geocaches (also wo die Koordinate auf den Geocache zeigt) und den "additional Waypoints" laden.



Da die Angaben hier in Grad vorliegen (auch ellipsoidische Koordinaten genannt) werden diese erst einmal als Shape exportiert um damit arbeiten zu können und dabei als UTM umprojeziert. UTM hat den Vorteil dass man Koordinaten bekommt mit denen man so etwa in Meter rechnen kann. Man muss dafür die richtige Zone auswählen, bei uns ist das 33N.



Wenn man sich nun eine Grundkarte eigener Wahl (ich nehme hier mal OpenStreetMap, es geht auch Google oder was auch immer es sein soll) mit dem OpenLayers-Plugin und danach die Punkte als Shape lädt sieht das schon mal ganz gut und nicht mehr so verzerrt aus. Jetzt können Pufferzonen von 161 Metern rund um die Punkte gebildet werden.



Die Pufferzonen lassen sich nun als Layer über die Karte legen und in Gebieten mit hoher Cachedichte kann man sehr schön erkennen wie dicht die Dosen hier teilweise beieinander liegen.



Mit einer solchen Karte lassen sich Powertrails sehr schön erkennen, ebenfalls Lücken in der urbanen Bedosung. In solchen Lücken kann jedoch trotzdem ein Mystery liegen, dessen Koordinaten erst errätselt werden müssen. Ebenfalls könnte hier ein Multicache seinen Weg entlang führen.

Geocacher helfen OpenStreetMap

OpenStreetMap Eine schwere Umstellung hat die beliebte OpenStreetMap nun hinter sich - auch wenn es nicht so schlimm ist, wie Heise uns zum 1. April berichtete.

Auch bei den Geocachern ist die OpenStreetMap sehr beliebt, vor allem die fertigen Lösungen wie die Kleineisel-Karte oder die Freizeitkarte, die man nur schnell aufs Garmin kopieren muss, werden gern verwendet.

Es ist an der Zeit, dass Geocacher die OpenStreetMap unterstützen!. Nun liegt es nicht jedem sich in die üblichen Programme wie JOSM oder Potlatch einzuarbeiten. Ich habe mir daher ein kleines Programm mit dem Namen YAPIS ausgedacht, mit dem sogar meine Oma Punkte in die OpenStreetMap hätte eintragen können.

Damit mögen Geocacher bitte POI, also Orte von Interesse in die OpenStreetMap eintragen. Dabei ist egal um was es sich dabei handelt. Es muss auch kein YAPIS verwendet werden, sondern wer das anders machen will, soll das auch tun.

Sowohl Geocaching als auch OpenStreetMap haben mir in meiner beruflichen Entwicklung sehr geholfen. Als Anreiz habe ich deshalb einen dicken Stapel Geocoins spendiert, und zwar nicht irgendeine, sondern die zum 8-jährigen Jubiläum der grünen Hölle von Sepp&Berta!


Unter allen Geocachern, die bis Ende April 2012 mindestens 10 Punkte in die OpenStreetmap eingetragen haben, werden 50 (fünfzig!) dieser Geocoin ausgelost. Um mitmachen zu können, hier zu dem Artikel bitte im Kommentar (oder für Blogger: Trackback) bitte den OpenStreetMap-Namen angeben, mit dem die Einträge erfolgen.

Gehen mehr als 50 Kommentare ein werden die Geocoins unter den Teilnehmern verlost. Die 10 eingetragenen Punkte in der OpenStreetMap werden natürlich auch überprüft! Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und erhalten die unaktivierte Geocoin mit normalem Postbrief. Ich und meine Verwandschaft dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und nun: Frohes kartieren und viel Glück!
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