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Amenities International

OpenStreetMap Bei dem international immer stärker wachsenden Projekt OpenStreetMap werden von fleißigen Mappern nicht nur Zivilisationsbauten, also Straßen und Häuser, kartographiert.

Zwar sind diese Bauwerke sicher die Grundlage dieser freien Karte der Welt, die sich jeden Tag ändert - wo heute noch ein weißer Fleck ist, kann schon morgen alles so gut erfasst sein, wie man es nirgendwo sonst findet, das prominenteste Beispiel ist hier sicher Haiti - aber es sind auch Daten erfasst, die man sonst als Points of Interest (POI) kennt.

Wenn man eine OSM-basierte Karte auf dem Garmin benutzt (durch fertig vorbereitete Images ist das sehr einfach geworden) kann man nach diesen POIs dann auch suchen. Um dann auch passende Eintragungen zu finden, müssen sie natürlich in der OSM-Datenbank schon vorhanden sein. Oder andersrum: Es muss sie mal jemand erfasst haben.

Nun gibts es sicher den einen oder anderen, der sogar Spaß dran hätte, in der eigenen Umgebung die POI anzulegen. Wenn das jeder für seinen Homezone macht, wird gerade in Städten die Datenbasis sehr schnell immer informativer für den Benutzer der Karte, egal ob auf dem eigenen GPSr oder wie auch immer.

Die typischen OSM-Werkzeuge wie JOSM sind dabei in Installation und Handhabung nicht unbedingt für jeden geeignet, aber um es etwas einfacher zu machen: Ich bin vor kurzem auf den Amenity Editor gestoßen. Damit ist das Anlegen von POIs nun wirklich sehr einfach, grundlegende Plattdeutschkenntnisse mal vorausgesetzt. Knoten (so nennen sich die POI hier) können auf der Karte platziert werden.

Das ganze ohne Software-Installation, sogar ohne ein Konto anzulegen, einfach auf der Webseite im Browser die Region anzoomen und die richtige Stelle anklicken. Danach lassen sich schnell zusätzliche Informationen eingeben: Telefonnummer, Adressse, Öffnungszeiten - nur der Name des POI sollte unbedingt vergeben werden. Für die Klassifizierung gibt es eine Liste der Amenities, die sich verwenden lassen.

Wer das mal ausprobieren will kann z. B. die Kneipen um die Ecke einfach mal anlegen. Dazu müssen zwei Attribute mindestens rein: "name" (eben mit dem Namen des Ladens) und "amenity" (in diesem Fall von Inhalt "pub"). Die Amenities sind international, mit dem englischen Begriff kommt man schnell auf den passenden Attributwert.

Lost in Space

Das Geocaching-Programm am Rosenmontag: Nachtmittags in gemütlicher Mumblerunde den Fikki im Karneval discovern und danach schnell zum Berolina Stammtisch im Februar.

Gemessen an der Stimmung der Jecken in Köln waren wir beim Cachetalk vor der Tür des Walhalla in Moabit noch recht zurückhaltend, aber wir hatten dennoch unseren Spaß. Und wir hatten natürlich auch ein Thema: Lost in Space, ein Mystery von Kaipiranha wurde nach längerer Rätselei von einem Geocacher mit dem passenden Namen Skyandy gefunden.

Auch wenn Mysteries nicht mein Ding sind, gibt es genügend Geocacher, die ihre Freude daran haben. Außerdem talken wir über die mittlerweile nach jedem Stammtisch auf dem Plan stehenden Nachtcache-Aktionen mit Frank Frank sowie die Geocaching-Stadtmeisterschaft.

cachetalk069.mp3

Umtaufen lassen

Geocaching In der realen Welt kann man zum Einwohnermeldeamt gehen und sich dort einen Antrag auf Namensänderung holen. Das kostet dann etwas und man muss die Gründe für den Entschluss gut darstellen.

Bei den Kollegen aus Seattle ist das ähnlich kompliziert, klappt aber durchaus. Früher konnte man sogar seinen Namen online ändern, aber irgendwann wurde das mal abgeschafft. Seitdem ist eine Mail an der Herrscher über die Dosenlistings zu schicken, die die Änderung dann durchführen.

Immer wieder bekomme ich seitdem solche Mails auch - kannst Du im Geoclub meinen Namen Soundso in Diesundas ändern? Teilweise mit menschlichen Geschichten dahinter, die ich gar nicht unbedingt wissen muss. Wo man sich früher im Trennungsfall noch über Haus, Auto und Hund (möglicherweise auch über die Kinder) verständigen musste, kommt heute möglicherweise noch die Frage dazu, wer das GC-Konto behält.

Daher ist es hier ausdrücklich freigeschaltet, dass man seinen Benutzernamen selbst ändern kann. In den Registrierungs-Details kann man neben dem Mitgliedsnamen auch die E-Mail-Adresse ändern. Wichtig dabei: Die angegebene E-Mail sollte funktionieren! Denn dort wird eine Bestätigungsmail hingeschickt, in der ein Link angeklickt werden muss. Und wenn die E-Mail-Adresse dann nicht mehr existiert, kann tatsächlich nur noch der Admin helfen.

Kein Glücksspiel

Geocaching Mal so aus dem Nähkästchen geplaudert: Da werden mir immer wieder mal so vierstellige Eurobeträge angeboten, damit ich auf dem Portal eine neue Kategorie einrichte. Die soll dann von dem Auftraggeber selbst verwaltet werden können.

Technisch ist so etwas locker möglich. Thematisch waren zwei Vorschläge der letzten Zeit: Potenzprobleme und Glücksspiel. Für erstere würden dann so Links eingetragen wie Penispumpen oder Viagra ohne Rezept aus der Holland-Apotheke, bei zweiterem gehts dann mehr um Poker, Casino Portale, Backgammon und Rubbellose.

Irgendwie sehe ich da nicht so ganz den Zusammenhang zum Geocaching. Natürlich, die Bewegung an der frischen Luft tut dem geneigten Geocacher auf der Suche nach der Dose auch gesundheitlich gut, und wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch. Sicher kann man auch eine Runde Backgammon spielen, während man mit dem Mystery nicht weiterkommt. Vielleicht eignen sich Rubbellose auch als Trade-Items?

Ich hab mich für das Interesse bedankt, freut mich ja dass das Portal auch von Nicht-Geocachern zur Kenntnis genommen wird, aber ich glaub das passt nicht so ganz. Oder gibts vielleicht von dem einen oder anderen doch Interesse an solchen Einträgen im Portal?

Gutes Beispiel

Geocaching Zappo hat sein neues Ehrenamt mit einer guten Idee angetreten: Also frischgebackener Moderator im Grünrock-Bereich der grünen Hölle legte er einen Fred mit Positivliste an.

In dieser sollen Beispiele für ein verständnisvolles Miteinander von Cacher und den Mitarbeitern von Jagd und Forst gesammelt werden. Das soll zeigen, wie sich die typischen Waldnutzungen mit dem Geocaching vertragen können, unter dem Motto: "Guck, da gehts doch auch!"

Eine schön Idee, die geeignet sein könnte, die angespannte Situation zu entschärfen. Erst kürzlich gab es Pressemeldungen über das Verhalten von Geocachern in Naturschutzgebieten und auch ein Printmagazin der Jägerschaft berichtete negativ über Geocaching.


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