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B-Nummer in der Homezone

Was macht man nach Pizza und Bier? Klar, noch eben ein paar Dosen suchen und dabei endlich mal die Homezone entdecken.

Und weil der Talk nach dem Talk immer der Beste ist, wurde heute mal mit Mikrofon gecacht.

Zwischendurch immer mal auf den roten Knopf gedrückt, alle Stückchen nur zusammengeklebt, also immer noch live und nicht geschnitten sondern am Stück. Trotzdem eine Ausgabe voller Blabla in fünffacher Länge:

cachetalk077.mp3

Es grünt so grün

ElCid68 ist ein Geocacher aus Büsum. Wo er grad etwas in Berlin zu tun hat und nach der neuen Geocoin von Sepp&Berta verlangt, eine gute Gelegenheit zu einem kurzen Talk an der Pizza-Station in der U-Bahn-Station am Walther-Schreiber-Platz.

Natürlich sprechen wir auch über den Farbwechsel in der grünen Hölle, aber spannend wird das nicht. Also eine eher unspektakuläre Ausgabe, eben so langweilig wie das Thema nunmal ist.

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Farbwechsel

Geocaching Viele kennen es: Das helle Grün mit dem HTML-Farbcode #74914f. Es ist das Hellgrün, dass Groundspeak seit vielen Jahren in seinem Template als Background verwendet.

Nicht seit Anfang an übrigens, da war mal ein leicht anderes Grün, dessen Farbwert ich aber nicht mehr präsent habe. Ist aber auch egal, die Farbe hat sich geändert, nun verwendet die grüne Hölle #336633. Ein sattes dunkles Grün wie der deutsche Wald.

Wer die Bedeutung der Colours bei den Bikern kennt ahnt nun schon dass dies erst der Anfang einer Reihe von Änderungen ist. Es geht dabei um eine strategische Weiterentwicklung der grünen Hölle mit Opencaching als Kooperationspartner.

Von Groundspeak kann ich keine sinnvolle Zusammenarbeit erwarten. Jenseits des großen Teiches wird der Geoclub offensichtlich nicht mal richtig wahrgenommen. Meine Premium-Mitgliedschaft hab ich immer brav selbst bezahlt (bis sie letzten Monat ausgelaufen ist und ich sie nicht mehr verlängert habe).

Die Liste dessen was mir nicht passt ist lang, nur ein paar Stichworte: Abstandsregel, Cachetypen und -größen, Statistik-Wahnsinn, Umgang mit Benutzerwünschen, Zugang zu dem Geodaten. Es wurde Zeit für frische Farben.

Drei Cacher am Grill

Ein jährliches Highlight in Berlin ist das Geogrillen bei Grimpel im Garten. Da stehen wir nun, drei Geocacher, oder besser gesagt: Opencacher.

Denn die sonst eher unübersichtliche Community der Dosensucher in der Hauptstadt ist heute sehr überschaubar. Kein Wunder: Es gibt keinen Punkt für die Statistik, es ist traditionell ein OC-only-Event im schönen Zehlendorf.

Damit ist für die drei Cacher am Grill auch das Thema klar: Es geht um die Exklusivität von Opencaching, die dem amerikanischen Geocaching in den Jahren nicht nur durch die Arbeit der Presse etwas verloren gegangen ist.

Das ganze endet bierbedingt in einem Laberpodcast vom Feinsten bei dem auch weitere Cacher zu Wort kommen und würdigt aktuelle Ereignisse nur am Rande. Dafür aber in dreifacher Länge:

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Terms Of Use

Geocaching Wenn man bei Groundspeak sein Pocket Queries (also die Abfragen der Wegpunkt-Datenbank) runterlädt muss man das Waypoint License Agreement akzeptieren.

Mal abgehen davon, wie man jetzt dazu steht und ob man das Eigentum von Groundspeak an den Daten für richtig oder falsch hält, kann man sich das Leben sehr viel leichter machen, wenn man das einfach mal so akzeptiert, wie es da steht.

Demnach darf man (vereinfacht dargestellt und so wie ich das verstanden habe): Die PQ auf sein Garmin spielen, eine Kopie der PQ archivieren und die Daten für eigene private Zwecke weiter verarbeiten. Dafür zahle ich meinen jährlichen Beitrag, weil ich noch einigermaßen aktiv beim Geocaching bin und so die Waypoints faul auf mein Oregano schieben kann.

Nicht erlaubt ist es, die Daten irgendwie weiter zu verbreiten. Deshalb ist es in der grünen Hölle auch nicht zulässig, Teile oder ganze PQs oder daraus abgeleitete Dateien zum Download anzubieten. Entsprechende Beiträge werden deshalb auch in den Mülleimer verschoben oder der Download-Link entfernt.

Das klingt erst mal hart und unfreundlich, aber dahinter steckt aber auch Strategie. Das ist so wie mit Microsoft und den Raubkopien. Bill Gates soll mal gesagt haben, ihm wäre eine raubkopiertes Windows lieber als ein Linux auf irgendeinem PC. Ob's stimmt weiß ich nicht, aber möglich wäre das.

Wenn Groundspeak sich so pingelig mit deren Daten anstellt, dann muss ich mich doch nicht legal weit aus dem Fenster lehnen, um doch noch mit deren Sachen spielen zu können. Ihr wollt nicht dass ich dies und das damit mache? Denn eben nicht. Statt dessen greif ich eben auf Daten zurück, bei denen das was ich damit machen will auch möglich ist.

Ein Beispiel ist der Event-Kalender. Ich könnte eine PQ für Deutschland mit allen Events anfordern und die dann in den Kalender laden. Darf ich aber nicht. Denn eben nicht, nehm ich die von Opencaching. Die sind zwar auch nicht so richtig open, also ich musste schon eben abmachen dass ich die so verwenden darf, aber immerhin war das einigermaßen unbürokratisch möglich.

Im übrigen denke ich auch die Jahre mit dem jährlichen Beitrag sind bei mir auch langsam gezählt. Ich schiebe eher aus Gewohnheit noch die paar Euro jährlich mit PayPal über den großen Teich. Was soll's, jeder andere Sportverein in dem man noch Mitglied ist kommt einem teurer. Aber statt zu jammern und zu versuchen die Terms of use zu umgehen sollten wir uns mal eher dran machen, die Alternativen sinnvoll zu nutzen. Und damit sparen wir dann nicht nur irgendwann den jährlichen Beitrag.

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