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Navigation im Tierpark Berlin mit OpenStreetMap und GPS

OpenStreetMap Für diesen Artikel, in dem ich mal ganz allgemein erklären möchte, wie man mit QGIS recht einfach Geodaten aus der OpenStreetMap auf Garmin GPS-Empfänger bekommt hätte ich auch "Quantum-GIS für Anfänger" als Überschrift nehmen können. Aber das klingt mir dann doch für die Zielgruppe zu technisch und damit abschreckend

QGIS ist freie Software und kann für Windows, Linux und Mac kostenlos heruntergeladen werden. Zumindest für Windows ist die Installation so einfach wie man das von üblichen Windows-Programmen so kennt. Ein praktisches Beispiel soll das Ganze praktisch nützlich verpacken. Die Vorgehensweise ist auch auf andere Aufgaben übertragbar, bei denen Punkte für ein Gebiet aus der OpenStreetMap gewonnen werden sollen.

Kürzlich war ich mit einer Freundin und Kindern im Tierpark Berlin. Um Verwechslungen zu vermeiden, in Berlin gibts ja aus historischen Gründen alles zweimal: Nicht den Zoologischen Garten, sondern den im Ostteil der Hauptstadt.

Man kann sich natürlich dort mit Wegweisern orientieren, allerdings müsste das mit dem GPS (in meinem Fall ein Garmin Oregano) eleganter gehen. Die notwendigen Daten scheinen in der OpenStreetMap schon enthalten zu sein, da waren einige Mapper offensichtlich fleißig. Damit gilt es "nur noch" die Daten abzuholen und zu konvertieren.

Zunächst wählt man auf der OSM-Webseite das Zielgebiet aus und macht dann einen Export. Die Datei heißt map.osm und kann auch unter diesem Namen in einem neuen Verzeichnis gespeichert und dann mit QGIS und dem OpenStreetMap-Plugin geladen werden.


QGIS erzeugt dann drei Layer: Punkt, Linie und Polygon. Die Linien brauchen wir nicht und werfen sie gleich wieder raus. Die verbleibenden Layer werden in ESRI-ArcGis-Shapes gespeichert, damit wir damit arbeiten können.


Der Polygon-Layer braucht etwas Nachbearbeitung, denn als Polygon erfassten Gehege lassen sich so direkt nicht als Wegpunkt aufs Garmin spielen. Daher werden mit dem Geometrie-Werkzeug aus dem Vektor-Menü die Polygonschwerpunkte bestimmt und in einem neuen Layer gespeichert.


Die beiden Punktlayer können dann geladen und zusammengeführt werden.


Nicht nur wer kleine Kinder kennt weiß wie wichtig es ist zu wissen wo die Toiletten sind. Die haben aber keinen Namen (wozu auch). In der Attributtabelle kann man den nun automatisiert nachtragen. Mit der Suche wird nach "toilet" in Feld "tags" gesucht, dadurch werden die passenden Datensätze markiert und dann mit dem Feldrechner der Name ergänzt.

Danach können alle Felder ohne Namen gelöscht werden. Dazu nach dem Namen sortieren, die ersten Datensätze markieren und im Bearbeitungsmodus den roten Löschknopf drücken.

Nun müssen noch mit dem Plugin Table-Manager die Feldnamen der Tabelle korrigiert und überflüssige Felder gelöscht werden, dann ist die GPX-Datei fertig zum Abspeichern.


Die fertige GPX-Datei kann entweder auf die Speicherkarte des Garmin in das GPX-Verzeichnis kopiert werden, wo auch die Pocket-Queries vom Geocaching sind oder mit dem Garmin POI-Loader als POI hochgeladen werden.

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