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Twitter-Wall als Kiosk mit Raspberry-Pi im Eduroam

Linux Diese kleinen Himbeerkuchen-Boxen sind ja schon faszinierend. Preislich wie ein abendlicher Restaurantbesuch zu zweit und von der Größe eine Zigarettenschachtel können sie alles was ein kleiner PC so können muss. Natürlich läuft Linux, besser gesagt eine spezielle Version von Debian, darauf.

Für ein Event in der Universität wurde nun eine Twiiter-Wall gewünscht, damit man auf einer großen Glotze gucken kann was alles gerade so von den Besuchern gezwitschert wird. Der Raspi bringt alles was gebraucht wird dafür schon mit, also vor allem HDMI für die großen Displays und einen WLAN-Dongle für den Internet-Zugang, in diesem Fall zum Eduroam.

Für meine Erläuterung wie man so ein Setup konfiguriert setze ich mal voraus, dass man einen potenten Raspi (also mindestens Version 2) samt Speicherkarte (in meinem Fall eine von Samsung mit 8 GB aus der Grabbelkiste) hat und mit die einfache Installation des Rasbian-Images mit dem Win32-Disk-Imager-Tool hinter sich gebracht hat.

Anschließend kann man sich auf dem Raspi mit "pi" und "raspberry" einloggen und mit "sudo su" Root-Rechte holen um alles auf der Shell zu konfigurieren. Als erstes mache ich immer ein "apt-get update && apt-get upgrade" um das System auf den neuesten Stand zu bringen.

Um das WLAN für Eduroam zu konfigurieren stellt meine Uni die passenden Datein für Linux zur Verfügung. Die "wpa_supplicant.conf" kommt nach "/etc/wpa_supplicant/" und das Telekom-Root-Zertifikat kommt einfach nach "/home/pi/".

Danach muss man die Zugangsdaten anpassen und beim nächsten Start kann man beobachten wie das WLAN verbindet. Wenn man kein Eduroam verwendet ist alles viel einfacher und kann mit dem Dialog auf der grafischen Oberfläche von Rasbian Jessie erledigt werden.

Als Browser für den Kiosk-Mode (also Fullscreen ohne Bedienelemente) habe ich Midora gewählt und mit "apt-get install midora" nachinstalliert. Gestartet wird der Browser dann mit einem kleinen Skript das bei mir "kiosk.sh" heisst und so aussieht:
#!/bin/sh
sleep 20
midori -e Fullscreen -a http://dkg2015.tweetwally.com/projection


Tweetwally ist eine Website von vielen die eine soganannte Tweet-Wall bereitstellt, also Tweet zu einem bestimmten Hashtag sammelt, die angegebene Seite aktualisiert sich dann automatisch. Das ist soweit also sehr einfach, die 20 Sekunden Pause sind dafür da um abzuwarten dass die Internetverbindung auch aufgebaut ist.

Etwas trickreicher ist dann schon die Änderung der grafischen Oberfläche, hier daher der Inhalt meine Datei "/home/pi/.config/lxsession/LXDE-pi/autostart":
@lxpanel --profile LXDE-pi
@pcmanfm --desktop --profile LXDE-pi
@sh ${HOME}/.config/lxsession/LXDE-pi/autokey.sh
@xset s off
@xset -dpms
@xset s noblank
@sh /home/pi/kiosk.sh


Dabei wird auch der Bildschirmschoner abgeschaltet, denn niemand wird an einer Raspi-Box ohne Tastatur und Maus mehr eine Taste drücken oder die Maus bewegen können. Nach dem nächsten Start sollte sich die Internet-Verbindung aufbauen (kann man durch die Visualisierung erkennen) und der Brower mit der Tweetwall gestartet.

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