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Labor-Runddosen statt Filmdosen als Geocaching-Micro

Geocaching Micros, also kleine Behälter, in die nur ein Logbuch und keine Trading-Items passen, sind ja so die urbane Seuche des Geocachings. Mittlerweile findet man sie auch in der Natur, obwohl oft auch eine richtige Cachedose Platz gehabt hätte.

Aber in der Stadt haben die Tüddeldosen durchaus ihre Berechtigung. Hierzu hat sich die Filmdose als Standard etabliert, nicht zuletzt deswegen, weil Groundspeak den "35mm-Film-Canister" als Besipiel beim einstellen eines Cache-Listings nennt.

Nun werden diese Dosen zwar sicher langsam selten, weil die nasse Fotografie immer weniger verwendet wird. Trotzdem bekommmt man eine ganze Tüte im Fotoladen um die Ecke für einen Euro in die Kaffeekasse.

Was mich aber immer schon gestört hat ist vielmehr, dass die Dinger nicht wirklich wasserdicht sind. Da säuft schon mal ein Logbuch ab und es entsteht neues Leben, wo ein Geocacher sich noch eintragen soll. Von daher hab ich immer noch mal nach einer günstigen Alternative gesucht.

Viele Geocacher schwören für Micros auf sogenannte Petlinge, also Preforms aus PET für die Produktion von Plastikflaschen. Der Name hört sich nicht nur etwas schlüpfrig an, die Dinger sehen auch so aus. Und mir sind sie auch etwas zu dünn, um die Logbücher meiner Wahl verwenden zu können.

heilpraktiker

Aber bei ebay stolperte ich vor ein paar Tagen über Runddosen aus dem Laborbedarf, mit Versand kosten 50 Stück knapp unter 20 Euro, eigentlich sollen damit Heilpraktiker die Mittelchen ihrer Naturheilkunde verpacken. Natürlich mit einem Schraubdeckel, der innen noch einen Falz als Dichtung hat.

Nachdem so ein Ding einen Gang in der Waschmaschine innen trocken überstanden hat, werde ich keine Filmdosen mehr verwenden. Von den Abmessungen sind die neuen Plastikdosen mit Filmdosen vergleichbar, ein paar Millimeter dicker und einen Zentimeter höher. Die typischen Logbücher passen sofort, die Dosen haben keinen Hals sondern man kann die Logbücher problemlos herausziehen.



Wegen der vergleichbaren Abmessungen kann ich auch weiter Neodyn Magnete anschrumpfen. Der von mir verwendete Schrumpfschlauch ist ungeschrumpft und plattgelegt 6 cm breit und kommt von Corad Elektronik in Berlin. Er ist eigentlich für das einschrumpfen von Akkupacks im Modellbau gedacht und kostet so etwa 1,50 Euro der Meter. Damit kommt man ewig hin - man braucht ja nur ein paar Zentimeter davon für einen Micro.

Ich lege die Magnete nicht so gern in die Dose, da gehen sie recht leicht verloren und wirken auch nicht so gut. Befestigung mit Klebeband hat sich nicht bewährt, da es zu schnell durchscheuert. Beim russischen Denkmal in Berlin dagegen kommt fast täglich ein Geocacher mit seinem Garmin oder Magellan vorbei und es hat etwa 500 Geocacher gebraucht, bis die Konstruktion mit dem Schrumpfschlauch kaputt war.



Ankleben klappte sowieso nicht, auf dem Kunststoff der Filmdose hält nicht mal der beste Zwei-Komponenten-Expoxid-Kleber. Die einzige funktionierende Klebemöglichkeit ist Heißkleber um den Magneten innen zu befestigen.

Ich verwende sogenannete Supermagnete, die im übrigen wirklich faszinierende Spielzeuge sind! Die von mir verwendete Größe (S-10-05-N) ähnelt von den Abmessungen her einer üblichen Knopfzelle und hat wohl das beste Preis-Leistungsverhältnis, die kleineren sind kaum billiger, die größerem lohnen nicht mehr für diesen Zweck.



Damit sie auf der Dose nicht verrutschen und sich dann der Schrumpfschlauch von der Dose schieben lässt, lege ich unter den Magneten ein wenig Klebeband. Hier kann man auch Kreppband nehmen und es zur Tarnung einfärben. Mit einer Schere halte ich dann den Magnet von innen während des schrumpfens an seinem Platz um mir nicht die Finger zu verbrennen. Dazu reicht übrigens ein handelsüblicher Fön der Dauerwellenklasse, man braucht keinen speziellen Heißluft-Brenner, ich denk das ist für die Dose auch besser so.

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Kommentare

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alex schweigert am :

Moin Thomas,

Coole Behälter!

...auch nicht schlecht sind die Metadon - Portionsbehälter aus der Apotheke. Sie kosten auch nur ein paar Cent, sind absolut wasserdicht und vom Volumen her genauso gross wie eine Filmdose. Vorteil - die gibt es fast überall zu kaufen. Nachteil: Kindersicherung (kein Witz, ein Behälter wurde mir deswegen bereits zerstört, weil der Deckel nicht abging ;-)

http://www.geocaching-nordfriesland.de/?p=225

Gruss
Alex

Plissee am :

Dass die Filmdosen so weit verbreitet sind, wusste ich auch noch nicht. An den Orten, wo bei uns in der Umgebung Logbücher liegen, wurden solche "traditionellen" Honig-Gläser benutzt, also solche Gläser, die oben am Deckelrand so eine Gummi-Dichtung haben. Filmdöschen habe ich bisher eigentlich noch nicht gefunden...

Stefan0875 am :

Hallo

Hier sind Filmdosen sehr verbreitet.
Locker 80-90% aller Micros die ich gefunden habe sind Filmdosen.
Die Variante hier gefällt mir allerdings sehr gut. Nur die Kindersicherung stört mich ein wenig.

Gruß
Stefan

moenk am :

Da liegt eine Verwechslung vor - die Labordosen haben eben keine Kindersicherung, sonst würden die nicht lange halten, es gibt ja doch einige grobmotorische Geocacher.

Schocker Blogger am :

Ich finde diese Filmdosen nicht besonders gut weil da meisten nichts Wertvolles sondern nur Ein Logbuch drin ist.

Bei der Gelegenheit helft mir doch bitte bei meinem Vorhaben;-)

Thomas am :

Ich wohne auf Madeira - irgendwo im Atlantik. Hier bekommt man in jedem Krankenhaus Dosen für Urinproben gratis. Absolut wasserdicht :-) und etwas größer als Filmdosen. Seit ich Geocacher bin, habe ich öfters Harnprobleme, hahaha.

Louis Cifer am :

Sehr coole Dosen, die werde ich gleich mal besorgen und dann hat der Ärger mit den feuchten Logbüchern ein Ende. Danke für den Tip.

Thomas (Dornier) am :

Moin,
bei Ebay habe ich gerade diesen Shop entdeckt, der auch noch zivile Preise hat und die Dosen in den Größen 20, 35, 50 und 100 ml führt.

Gruß, Thomas

Gruesse aus der schoenen Hansestadt Luebeck im Land zwischen den Horizonten

uspolice am :

grüß nach Lübeck aus München von einer Lübeckerin :-)

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