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Der Weg zum Event

Letzte Woche noch kurz über die Nordseetaufe getalkt - diesmal ist der Organisator Alexander Schweigert schon mit frischem Headset bei uns an Bord.

Die Nordseetaufe ist der Weg zum gleichnamigen Event, und der wird auf dem Seeweg angetreten. Zur Frage wie man dazu an Bord der notwendigen Schiffe kommt hilft Alex mit einem Blick über den Weidezaun.

Hilfreiche Karten für den Weg zum Event gibts bei Garmin gratis für Köln zum Geocoinfest-Event und als FreieTonne für den Seeweg zur Hallig in der Nordsee von der OpenStreetMap.

Und nächste Woche gibts keinen Mumble-Talk, das sind wir nämlich alle auf dem Weg lost in MV - natürlich gibts da auch eine Karte. Übrigens werden Lostplaces in Deutschland sogar von Groundspeak präsentiert.

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Mein erstes GitHub-Projekt: Osmosis-Layers

Geocaching GitHub baut auf dem Versionsverwaltungs-System Git auf und ist ein webbasierter Hosting-Dienst für Software-Entwicklungsprojekte. Das ganze läuft unter dem Motto: "Social coding".

Also die Ideen die auch hinter Twitter und Facebook (bei mir eher XING) stecken werden aufgegriffen und man kann dann OpenSource-Projekte starten.

Seit ein paar Tagen hab ich auch so eins, einfach mal um das auszuprobieren und weil ich grad Bedarf an etwas habe, was andere vielleicht auch gebrauchen können. Und vor allem wo andere vielleicht interessante Ideen mit einbringen können. Ich bin zwar mittlerweile recht fit in PostGIS und OpenStreetMap, aber trotzdem gibts immer wieder etwas, was ich noch nicht kenne.

Beispiel: Osmosis Layers schnell in QGIS geladen (CC-BY-SA: OpenStreetMap contributors)
Bei meinem ersten GitHub-Projekt Osmosis-Layers geht es darum, die Daten wie sie von dem Programm Osmosis, dem schweizer Taschenmesser für OpenStreetMap-Daten, in die PostGIS-Datenbank gespült werden in nutzbare Layer zu überführen.

Die Geodaten liegen nämlich dann erst mal (einigermaßen) sauber normalisiert und redundanzfrei vor. Darstellen mit den üblichen Werkzeugen wie QGIS, UMN Mapserver oder GeoServer kann man das so aber noch nicht. Hier wird man Layer benötigen, also z.B. einen für die Wasserflächen, die man hinterher blau machen möchte oder Postleitzahlgebiete, um Vertrieblern die Arbeit zu erleichtern.

Noch in meiner Bachelor-Arbeit hab ich festgestellt, dass mir dieser Schritt zu kompliziert ist und deshalb das beliebte osm2pgsql verwendet. Dort werden solche Layer auch erzeugt, denn die erzeugten Daten sind die Grundlage von Mapnik und damit den Karten wie man sie von der OpenStreetMap halt so kennt.

Allerdings wirkt das Format von osm2pgsql auf mich ziemlich vermurkst: Jede Menge Null-Einträge, weil nie alle Spalten der Tabellen verwendet werden, spezielle Attribute müssen in einer Style-Datei auch vorher ausgewählt werden, Relationen werden mit negativer ID in die Daten gemischt und an einige Zusammenhänge kommt man nur sehr umständlich ran.

Daher hab ich mir gedacht, es wäre ein Stapel SQL-Dateien hilfreich, die jeweils einen Layer erzeugen, den man direkt benutzen kann. Darin auch nur die Attribute, die man für die Darstellung braucht um das ganze nicht unnötig aufzublähen. Dazu kommt dann später von mal jeweils eine SLD-Datei, also so ein Stylesheet für Geodaten, damit man eine Vorgabe hat wie die Daten in verschiedenen Maßstäben dargestellt werden können.

Wer Layer mit Geodaten für ArcGis von ESRI braucht, kann sich mit pgsql2shp natürlich auch Shapes von den PostGIS-Layern machen. Ich versuche auch die Feldnamen so kurz zu halten, dass sie auch mit aus historischen Gründen kurzen Feldnamen eindeutig sind.

Wenn alles mal fertig ist müsste man mit wenigen Mausklicks im GeoServer einen Kartenserver (mit WMS, WFS ...) für OpenStreetMap-Karten zusammenstellen können. Bis dahin ist aber immer wieder mal etwas zu tun, es muss ja nicht morgen fertig sein. Und: Jeder ist eingeladen, mitzumachen.

Links verkaufen ist verboten

Geocaching So ganz stimmt das natürlich nicht. Natürlich kann man Geld dafür nehmen, einen Link zu einer Website zu setzen. Das ist nicht gesetzlich verboten, dies ist immer noch ein freies Land.

So etwas lohnt sich unter Umständen sogar, ich kenne Leute die diverse Blogs haben und auf Bestellung Artikel schreiben, in denen dann ein Link enthalten ist.

Der übliche Preis für einen nicht entwerteten Link in einem gut laufenden Blog von der Qualität wie es die meisten engagierten Blogs im Aggregator haben ist fünf bis acht Euro im Monat.

Da werden natürlich einige schwach und wenn man so 50-100 Links nebenbei laufen hat bessert das durchaus das Einkommen auf. Es gibt auch Leute, denen reicht schon ein T-Shirt als Lohn oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Im Extremfall reicht ein virtuelles Stück Regenwald, was vor dem Abholzen bewahrt wird.

Die Sache hat aber einen Haken. In den Google Webmaster Guidelines (allein das Wort "Guidelines" versetzt Geocacher in blankes Entzücken!) kann man nachlesen:

Google verwendet, wie auch die meisten anderen Suchmaschinen, Links, um den Ruf einer Website zu ermitteln. Der Rang einer Website in den Suchergebnissen von Google basiert zum Teil auf einer Analyse der Websites, die mit Links auf die Website verweisen. Linkbasierte Analysen sind eine sehr hilfreiche Methode, den Wert einer Website zu messen, und haben stark dazu beigetragen, die Qualität von Websuchen zu verbessern. Die Quantität und vor allem die Qualität dieser Links gehen in die Bewertung und somit in das Ranking einer Website ein.

Es gibt jedoch SEOs und Webmaster, die zu diesem Zweck auf den Kauf und Verkauf von PageRanks weitergebenden Links zurückgreifen, ohne dabei auf die Qualität der Links, ihrer Quellen oder die langfristigen Auswirkungen auf die eigenen Websites zu achten. Der Ankauf oder Verkauf von Links, die PageRanks weitergeben, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google, der sich negativ auf das Ranking einer Website in den Suchergebnissen auswirken kann.


Dazu passend gibt es etwas, das einige Geocacher als "Blockwart-Formular" bezeichnen könnten:
https://www.google.com/webmasters/tools/paidlinks
Damit kann man Websites anschwärzen, die Links einkaufen, sei es nun für Bargeld oder sonstige Gegenleistungen.

Gerade in Deutschland kann man sich sicher sein, dass das irgendwann auch einer macht. Als Folge fliegt die ganze Website aus dem Index, sie wird dann selbst dann nicht mehr gefunden, wenn man nach dem Domain-Namen sucht. Darum die Bitte: Lasst den Quatsch bitte in den Blogs, die weiter in den News stehen sollen.

Die Jagd ist eröffnet!

Irgendwie sind alle auf der Jagd. Der Cachetalker hat ein neues Intro erlegt. Bei Sepp & Berta hat die Jagd für die Coin-Sammler auf den 8-Jahre-Schlagring begonnen.

Bei der Nordseetaufe wurde zur Jagd auf die ersten Tickets geblasen (meinetwegen auch nur gezwitschert). Nur ein Stückchen weiter ist Fehmarn, das Jagdrevier von Hein Blöd.

Für einige Nachtcaches muss man sich demnächst erst einen Termin schießen. Und über die Strecke im Wald, auch als Powertrail bekannt, scheiden sich die Geister der (Film-)Dosenjäger.

Die Jäger in grün dagegen trieben die Geocacher zum Symposium zusammen um immerhin Brücken für den Dialog zu bauen. Da wird die Jagd in der grünen Hölle nach dem 100sten "+1" zur Nebensache.

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Brücke für den gemeinsamen Dialog steht!

Geocaching Dortmund. Von allen Seiten mit großer Spannung erwartet wurde das Symposium „Geocaching und Natur“. Nicht umsonst war die Zahl der Kooperationspartner, die sich an der Vorbereitung dieser Gesprächsrunde beteiligt hatten, so groß wie nie zuvor.

Umso positiver ist der Geist eines konstruktiven Miteinanders zu werten, der die gesamte Veranstaltung prägte. Den rund 120 Teilnehmern wurden zahlreiche Sachinformationen aber auch die Sorgen, Wünsche und Probleme der jeweils anderen Positionen vermittelt. Auch die anschließende Diskussion war zwar sehr lebhaft, Klischeereiter hatten aber keine Chance.

Dafür sorgte bereits der souverän durch die Veranstaltung führende Moderator Matthias Bongard, der das von Jägerpräsident Jochen Borchert ausgegebene Motto „Nicht übereinander, sondern miteinander reden!“ gerne aufnahm und umsetzte.

Den Einstieg ins Thema machten vier Fachreferate:

Arno Kaminski, Mitglied des Eifelvereins und Hauptjugendwart der Deutschen Wanderjugend stellte die Geschichte, technische Möglichkeiten und verschiedene Spielarten des Geocachings vor. Er sieht im Geocaching die Chance, Kinder und Jugendliche in die Natur zu locken.

Dietrich Graf von Nesselrode ging als Waldbesitzer und ehemaliger Vorsitzender des Waldbauernverbandes Nordrhein-Westfalen auf die Probleme durch Geocaching für Grundeigentümer ein. Seine Bitte an die Geocacher: „Sprechen Sie mit dem Grundeigentümer! Verstecken Sie Caches naturverträglich! Nicht abseits der Wege, in Kulturen, Naturverjüngungen, jagdlich sensiblen Gebieten. Keine nächtlichen Suchen abseits der Wege!“

Heiner Langhoff vertrat als Naturschutzkoordinator im Vorstandsbereich 5 des Kreises Wesel und als Geschäftsführer der NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH die Belange des Naturschutzes und stellte verschiedene Konfliktfelder vor. Langhoff: „ Wir stehen am Anfang eines Dialogprozesses, wo ein jeder die Zeit nutzen sollte, in den Spiegel zu schauen und sich darüber klar zu werden, dass wir alle eine hohe Verantwortung für unsere Kulturlandschaft mit ihren einzigartigen Pflanzen- und Tierarten haben! In unseren Köpfen muss einiges bewegt werden, denn alleine mit Ordnungsrecht kann der vor uns liegende Prozess niemals erfolgreich sein!“

Friedrich von Massow, Justiziar des Deutschen Jagdschutzverbandes, betonte das Störpotenzial zulasten des Wildes durch Geocaching. Auch er sprach sich gegen eine Verschärfung der Gesetze und für mehr Rücksichtnahme in der Natur aus.

Bei der anschließenden rund eineinhalbstündigen Diskussion stand der gemeinsame Wille zum Dialog im Vordergrund, der auch zukünftig fortgesetzt werden soll. Dazu sind auch eine Dokumentation des Symposiums und die gemeinsame Erarbeitung von Tipps zu einem umweltverträglichen Geocaching angedacht. In zahlreichen Wortmeldungen zeigten aktive Geocacher auf, wie bereits jetzt problematische Suchpunkte einvernehmlich mit den Cache-Eigentümern umgesetzt werden können.

Ein weiteres Problem konnte ebenfalls gelöst werden: Da die Geocacher nicht durch Vereine und Verbände organisiert sind, fehlen betroffenen Jägern und Grundeigentümern zumeist geeignete Ansprechpartner. Durch das Symposium konnten zahlreiche Kontakte geknüpft und Visitenkarten getauscht werden. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen wird diese interessensübergreifende Vernetzung weiter unterstützen und steht gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Symposium „Geocaching und Natur“ wurde vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Deutschen Wanderjugend NRW, der Internet-Plattform geoclub.de, der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW, dem Waldbauernverband NRW, dem Grundbesitzerverband NRW, dem Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe, dem Rheinischen Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftverband, dem Rheinischen Landwirtschaftsverband, dem Fischereiverband NRW, dem Verband der Fischereigenossenschaften NRW, und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW veranstaltet.
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