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Bierpinsel

Man kann ja über Flashmobs denken was man will, ob es nun mit Geocaching zu tun hat oder nicht, aber sie erfreuen sich offensichtlich einiger Beliebtheit bei Geocachern.

Und darauf kommts ja letztlich auch an: Geocaching soll Spaß machen, auch wenn dass gern mal vergessen wird wenn man verbissene Diskussionen im Geocaching-Forum verfolgt.

Ein recht sinnfreies Geocaching-Event mit hohem Spaßfaktor war die Erleuchtung des Bierspinsels mit lichtstarken Taschenlampen. Wie es zu dieser Idee kam, kann man sich bei Mic@'s Geogequassel anhören, auch ein Video gibts dazu.

Für den Cachetalk eine gute Gelegenheit mal eine andere Aufnahmetechnik zu probieren um die tolle Stimmung einzufangen. Das Ergebnis ist eine Episode in einfacher Länge, die man am besten mit dem Kopfhörer genießt, über Lautsprecher ist es etwas anstrengend.

cachetalk096.mp3

Telefonbuch für Geocaching-Telefonjoker

Geocaching Schlimm genug dass man ihn zeitweise braucht: Den Telefonjoker. Darunter versteht der Geocacher den entscheidenden Hinweis um beim Geocaching den Geocache doch noch finden zu können.

Es soll sogar Geocaches geben, die man ohne Telefonjoker nicht finden kann. Wenn das so sein sollte kann man nur noch drüber spekulieren, wozu das gut sein soll. Vielleicht freut sich der Owner eines solchen Geocaches auf dem Stammtisch oder der eigenen Hotline gnädig den richtigen Tipp geben zu können. Als Geocacher weiß man dann auch wofür man Geocaching-Freunde hat: Sie helfen einem Probleme zu lösem die man ohne sie nicht hätte.

Mich betriftt das schon wegen meines Beutschemas (Tradis unter 2/2) nicht so sehr. Um so erstaunter war ich vor ein paar Tagen von meinem Cachemoped-Kollegen Uwe eine Einladung im Fratzenbuch-Style zu bekommen. Wir erinnern uns an den Film mit dem sozialen Netz, der wohl ab Mitte März auch in die Berliner Videotheken kommt.

Man bekommt nicht etwa anonymen Spam dass man sich doch bitte hier und dort anmelden sollen, sondern der liebe Kumpel bittet einen darum. Wer kann da noch wiederstehen?

Dabei gehts um ein Telefonbuch, wo man als Geocacher seine Telefonnummer und andere Kommunikationsdaten hinterlegen kann und dann regional suchen kann. Wer sich da anmelden möchte, möge das tun, ich hab das auch mal gemacht.

Und wenn Ihr grad schon dabei seid, könnt Ihr auch gleich in der grünen Hölle die Telefonnummer im Profil ergänzen:
Profil bearbeiten im Geoclub
Das funktioniert natürlich nur wenn man da angemeldet ist, und auch schon seit einiger Zeit. Allerdings ohne das man dazu eine persönliche Einladung bekommen hat.

Die PLZ-Suche für Geocacher in der eigenen Umgebung (da oben rechts dieses Feld im Geoclub) um Geocacher aus der Umgebung zu suchen erwähne ich hier mal nicht weiter, dort sind schon so etwa 8000 Geocacher eingetragen.

It's CeBIT time!

Regine hat uns ein ganz besonderes Date ausgemacht: Wir waren zu Besuch beim Hightech-Verband BITKOM. Wie von Nicole und Tobias erfahren spielt Geocaching auf der dazugehörigen CeBIT Global Conferences diesmal dabei eine Rolle.

Allgemein bekannt dürfte schon sein, das der Groundspeak-Gründer Jeremy Irish dort die Keynote hält. Dort werden auch einige Geocacher erwartet, für die etwas auch etwas zu loggen geben soll - eine spektakuläre Geschichte übrigens wie diese Geocaches auf dem CeBIT-Gelände versteckt wurden. Den letzten Stand bekommt man auf dem CGC11-Twitter.

Auf der Konferenz ist es auch üblich, mit dem Sprecher einen Roundtable für weiterführende Fragen zu veranstalten. Um es kurz zu machen: Es gibt fünf Tickets für Blogger, Podcaster, Twitterer und andere Geocacher für CeBIT mit den Konferenzen und dem Roundtable zu gewinnen.

Was genau für dieses Backstage-Erlebnis zu tun ist, wird auch in diesem Talk in dreifacher Länge erklärt.

cachetalk094.mp3

Geocaching und "Netikette" in der Natur

Geocaching Ein Gastbeitrag zum Thema Geocaching und Naturschutz von Klaus-Ulrich Battefeld, Koordinierender Referatsleiter, Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung des Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der Verfasser wird über Kommentare zu diesem Artikel informiert.

Es ist bald Frühling und es wollen sich viele Geocacher in der freien Natur den Winterstaub aus den Kleider blasen lassen. Das kann gefährlich werden. Einige der Forumsmitglieder auf der Site http://www.geocaching-portal.com/ oder vergleichbaren Seiten sind sich dieser Gefahren offenbar nicht bewusst.

Nachfolgend einige Tipps zur "Nettikette" in Natur und Wald: Viele wilde Tiere wollen sich im Frühjahr den Winterschlaf aus den Augen reiben und gleichzeitig an "Familienbildung" denken. So wie ein Date zwischen Menschen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist und Stalker und Spanner hierbei nichts verloren haben, sind auch die lieben Tierlein - selbst wenn sie fliegen können - gerne dabei ungestört. Also ein Tipp zum Jahresbeginn: Bitte wenigstens in der Brut- und Aufzuchtzeit von März bis August keine Caches im Umfeld von Brut- und Horststandorten seltener oder gefährdeter Tierarten aufsuchen.

Dies gilt insbesondere für einige exponierte und versteckte Steinbruchwände und Felsen, die für kaum jemanden erreichbar und von Menschen oft unbesucht sind . Hier treffen sich gerne Uhu, Wanderfalke und Co. zum trauten tete a tete und sollten hierbei nicht gestört werden. Immerhin handelt es sich um Tierarten, die vor kurzer Zeit noch vom Aussterben bedroht waren. Sportliche Selbstverwirklichung auf Kosten der Natur und der Umwelt ist schlecht fürs Image und hier fehl am Platze.

Ähnlich ungeschickt kann sich ein Cacher benehmen, wenn er in einem Wald unterwegs ist, in dem im letzten Winter Holz eingeschlagen wurde oder noch eingeschlagen wird - fällt ihm ein hängengebliebener Ast auf den Kopf, dann ist die Freude gering und die Freizeitbeschäftigung für einige Zeit auf Eis gelegt. Teuer kann der Spaß dann auch werden - denn für solche waldtypischen Gefahren haftet niemand.

Auch die in manchen Blogs und Foren diskutierte "Präparation" von Bäumen bis zu deren biologischem Exitus kommt nicht gut an. Entweder sind die Bäume bereits "löchrig" - dann sind "Mieter" drin , die nicht gestört werden sollen (z.B. Fledermaus, Bilch und Co. - auch allesamt schutzbedürftig (siehe oben)- und manchmal übrigens bissig und vielleicht tollwütig (oder die Baumhöhle ist zwar leer aber von Fledermäusen vollgesch...). Oder die Bäume sind noch in gutem Zustand - dann würde sich nicht nur der Eigentümer den Frevler vorknöpfen, sondern auch die Ordnungshüter könnten mit Verweis auf das Feld- und Forstschutzgesetz in Hessen oder ähnliche Regelungen in anderen Ländern zur Kasse bitten.

100% des Waldes und der Bäume in Deutschland "gehören" nämlich jemandem! Handelt es sich bei dem beschädigten Objekt um ein Naturdenkmal oder Kulturdenkmal, dann kommt auch das Strafgesetzbuch ins Spiel: § 304 StGB ist die einschlägige Hausnummer (Gemeinschädliche Sachbeschädigung). Wenn ein Naturschutzgebiet mit dem grünen Dreieckschild oder der Eule auf gelbem Schild gekennzeichnet ist, heißt es übrigens meist auch "Finger weg". Details sind der Schutzregelung zu entnehmen.

Um es kurz zu machen: Auch beim Geocaching in der freien Wildbahn kann es manchmal hilfreich sein, die grauen Zellen einzuschalten und Unsinn zu vermeiden. Es gibt genügend Möglichkeiten, Caches in der Natur an unproblematischen Stellen zu verstecken, ohne andere zu ärgern oder zu schädigen. Der Reiz ist bei einem scheinbar "offensichtlichen Cache" vielleicht sogar noch größer, als wenn man sich am Uhunest vorbei abseilen muss. Ich weiß, dass Zurückhaltung manchen Sportsfreunden schwer fällt, aber Coole haben Blödsinn nicht nötig (und den anderen ist es verboten).

Mitgliedern von Sportvereinen oder der Deutschen Wanderjugend muss man das sicher nicht sagen, da diese im Verein schon einmal das Wort "Rücksicht" gehört haben sich in der Regel in der Natur vernünftig verhalten. Den anderen sei gesagt: Gelegentlich soll es in Wald und Natur auch Ranger, Förster, Polizisten, Feldschütze oder aufmerksam Zivilisten geben, die "petzen"...

Allen verantwortungsbewussten Cachern wünsche ich viel Spaß!
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