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Kaffeelöffel-Therapie

Es ist Sommerzeit. Und die kleinen Blutsauger holen sich was sie brauchen. Ich passe ja schon immer auf dass ich keine Fenster offen und dabei das Licht eingeschaltet (für Ossis: eingeschalten) lasse.

Aber heute morgen hat mich doch tatsächlich wieder ein Mücklein gepiekst. Zwei Möglichkeiten hat der Mensch in diesem Fall: Schön dran rumkratzen bis es blutet oder einfach nicht weiter drüber nachdenken. Für Mopedcacher ist übrigens die zweite Methode default.

Inspiriert durch dämliche gesponsorte Werbeartikel in verschiedenen Geocaching-Blogs hab ich mir dann Gedanken gemacht, was man noch so tun könnte. Es soll diesen zufolge helfen dem Mückenstich, drei bis sechs Sekunden Wärme zuzuführen um irgendwelche Enzymscheisse von den Viechern zu zersetzen.

Die genaue biologische Polypeptidkettereaktion interessiert mich dabei nicht im geringsten, nur den technischen Pipifax fand ich zwar auf der einen Seite ganz geekig, aber andererseits völligen Overkill.

Vor mit stand nämlich grad eine handelsübliche Tasse Kaffee wie sie meine Senseo allmorgendlich mehrfach ausspucken muss. Darin befand sich aus Umständen, die der geneigte Leser sich denken kann, ein noch handelüblicherer Kaffeelöffel (wers genau wissen will: WMF-Besteck aus spülmaschinengeignetem Cromargan-Edelstahl).

Therapeutische Maßnahme zur Juckreiz-Bekämpfung: Löffel aus dem heißen Kaffee ziehen, auf den Mückenstick drücken bis er kalt ist und dann die Reste ablecken. Funktioniert wirklich!

PS: Ein Blick in meine Glaskugel sagt einige gesponsorte Blog-Artikel mit Video von Geocachern zur neuen LED-Lenser M7 voraus.

Der Blitz von Britz

Berlin ist arm aber sexy, soll der Bürgermeister aus dem rosa Rathaus jedenfalls mal gesagt haben.

Eine Möglichkeit Geld in die Kassen zu bekommen könnten die neuen Blitzer im Britzer Tunnel sein. Und damit sich niemand erschreckt und die Lenkung verreißt wenn er mit ein paar Stundenkilometern zuviel auf diesem Teilstück der Stadtautobahn A100 erwischt wird kommt hier eine neue Perversion der Verkehrsüberwachung zum Einsatz.

Es werden sogenannte Schwarz-Blitzer verwendet, das Infrarotlicht ist für das Auge nicht zu sehen (kennt man auch so von entsprechenden Nachtcaches). Allerdings kann man es in der Kamera gut erkennen:

Na, an welcher Stelle (Minute:Sekunde) im Video ist der Blitzer? Könnte man nun einen Mystery von machen.

Besonders gemein dabei: Insgesamt 16 Kameras sind in beiden Röhren montiert und nehmen auch Cachemopeds von hinten auf. Und nur ein zufällig ausgewählter Teil der Systeme ist immer zur Zeit in Betrieb.

Dass die Stadt damit die Investition von 1,4 Millionen die der ganze Kram gekostet hat wieder rein bekommen möchte ist durchaus noch verständlich. Und natürlich muss ja auch der Verkehr notfalls mit 60 durch den insgesamt sechspurigen Tunnel kriechen wenns der Sicherheit dient.

Allerdings hat hier jemand, der jeden Tag etwas fix morgens zur Arbeit fährt gute Chancen schon nach einer Woche seinen Lappen abgeben zu dürfen, er merkt ja nicht, dass er jeden Tag aufs Neue geblitzt wurde. Und das bringt für die Verkehrserziehung so wohl ziemlich nichts. Aber immerhin kommt so Geld in die Kasse.

SQL-Daten konvertieren

Software Für alles mögliche verwende ich seit einige Zeit Serendipity. Das ist eigentlich ein Blog, aber ich verwende es mehr als CMS (Content Management System). Damit stelle ich ganz unterschiedliche Themen online, von den Notizen aus dem Geoinformatik-Studium bis zu POI in Berlin.

Wobei ich letztere gar nicht selbst eingebe, sondern über ein kleines PHP-Programm aus einer XAPI-Abfrage der OSM-Datenbank konvertieren lassen. Die meisten kennen nur die Karte von OpenStreetMap, aber da sind ja auch POI (Points Of Interest, Orte von Interesse) drin. Und da sind wir auch schon beim Thema SQL-Konvertierung.

Das war nicht schon immer so, dass ich alles mögliche mit S9y (wie die Software in Kurzform heißt) gemacht habe. Früher hatte ich auch mal eine Terminkalender-Software in Verwendung, deren Daten ich schon vor einiger Zeit mit ein paar SQL-Befehlen aus der mySQL-Datenbank-Tabelle in das Blog konvertiert habe.

Gestern war es mal wieder soweit. Das Update des FAQ-Systems phpMyFAQ ging schief und es tat sich gar nichts mehr. Wieder zurück zur alten Version, alles schick, nur das Update wollte nicht. Also schnell beschlossen: Die Geocaching-FAQ wird nun auch auf S9y umgestellt. Da weiß ich zumindest mittlerweile, wo welcher Knopf ist an dem ich drehen muss wenn mal was nicht will.

Ein Aufgabenstellung, die man öfter mal hat. Die Daten von einem System (hier wars nun eben zufällig phpMyFAQ) sollen in ein anderes (bei mir zumindest zur Zeit immer S9y) konvertiert werden - es gibt aber keinen fertigen Konverter.

Die Konvertierung von Daten auf dem SQL-Server ist dabei ziemlich einfach, wenn man sich die Datenbanken in den beiden Systemen anguckt. Und unter der Voraussetzung, dass bei beiden Systemen das Encoding richtig eingestellt ist, also ISO-Latin oder UTF8. Das ist dann der Fall, wenn man die Inhalte in den Tabellen einwandfrei lesen kann, sprich: Die Umlaute stimmen.

Für alle die es interessiert, gehe ich hier den Ablauf mal durch, der als Beispiel für alle Konvertierungen dieser Art dienen kann.

insert into serendipity_entries (id, title, body, extended, author, timestamp) SELECT id, keywords as title, thema as body, content as extended, author, links_check_date as timestamp FROM phpmyfaq_faqdata


Man fängt am besten hinter dem Select an zu lesen. Die Einträge aus der FAQ werden dazu ausgewertet, alle Felder die in dem Blog benötigt werden werden mit einem Alias ausgewählt, wie er in dem Blog heissen soll. Dort werden sie dann auch mit der Einfügeabfrage reingeschrieben.

insert into serendipity_authors (realname, username, email) select author as realname, author as username, email from phpmyfaq_faqdata group by email


Hier wird eine Benutzertabelle aufgebaut. Die brauche ich in den Blog zwar nicht, aber so kann man das machen. Einloggen können die sich mangels Passwort schon nicht. Die User-ID bekommen die Benutzer im Blog durch das Autoincrement, Benutzer gabs in der FAQ nicht, man konnte mit Name und E-Mail seinen Beitrag dort abliefern.

insert into serendipity_category (categoryid, category_name, category_description) SELECT id as categoryid, name as category_name, description as category_description FROM phpmyfaq_faqcategories


Die Kategorien aus der FAQ werden dann so 1:1 in das Blog konvertiert - sehr unspektakulär.

insert into serendipity_entrycat (categoryid, entryid) SELECT category_id as categoryid, record_id as entry_id FROM phpmyfaq_faqcategoryrelations


Bei wohl allen Systemen dieser Art gibts dann eine n:m-Relation zwischen Artikeln und Kategorien. Das kann auch so direkt konvertiert werden. Die Felder heißen nur unterschiedlich, aber dafür kann man ja den passenden Alias hinter "as" verwenden.

update serendipity_entries set authorid=1
update serendipity_entries set exflag=1
UPDATE serendipity_entries SET isdraft = 'false'


Damit die Beiträge auch angezeigt werden, müssen noch ein paar Felder in dem Blog gesetzt werden, die beim Füllen der Tabelle nicht berücksichtigt wurden. Hätte man auch gleich machen können, aber dann wäre die Einfügeabfrage etwas unübersichtlicher geworden.

insert into serendipity_comments (entry_id, author, email, body, timestamp) SELECT id as entry_id, usr as author, email, comment as body, datum as timestamp FROM phpmyfaq_faqcomments


Auch die Kommentar aus der FAQ sollen als Kommentare im Blog verwendet werden. Kein Problem, die Felder gibts in beiden Systemen. Sogar die Timestamps sind auf beiden Systemen Unix-Sekunden, falls das nicht so ist kann man schon beim Select die Timestamp-Funktion vom SQL verwenden um andere Datumsangaben zu konvertieren.

update serendipity_comments set type="NORMAL"
update serendipity_comments set status="approved"


Damit die Kommentare auch korrekt angezeigt werden, müssen nur noch ein paar Attribute korrigiert werden. Das wars dann auch schon.

So eine Sammlung von Abfragen kann man dann immer wieder verwenden, wenn man sie einmal erstellt und getestet hat, um Daten von einem System in ein anderes zu konvertieren. Wer lange genug mit Computern zu tun hat, wird wissen warum: Der Zeitpunkt, von einem System auf ein anderes zu wechseln wird immer kommen, die Frage ist nicht ob, sondern wann.

Verkehrsteilnehmer

Nicht das in Deutschland schon alles geregelt genug wäre:

Unbestätigten Gerüchten zu Folge hat das Straßenverkehrsamt nun eine neue Regelung verabschiedet.

Wie ich der Mail entnehmen konnte, betrifft diese vor allem die Verkehrsteilnehmer der B-Klasse, erkennbar an dem entsprechenden Eintrag auf der Rückseite der Fahrerlaubnis:

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen (unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen) Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.

Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.

Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.


Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.


Endlich mal eine sinnvolle Regelung! Die früheren Kriterien wie "Opa mit Hut" sind schon lange nicht mehr eindeutig anwendbar.

Ich frag mich nur noch, was jetzt die Dekoration unter dem Schlafzimmerfenster bedeuten soll?

Parkbank

Eine der Standard-Verstecke für urbane Tüddeldosen ist die Parkbank. Ob mit bipolarer Magie angepappt oder formschlüssig montiert, an diesen Straßenmöbeln gibts öfter mal einen Micro zu loggen.

Über den ersten eigenen Geocache der Berliner Geocacherin The Frühtau talken wir zwar am Boxhagener Platz im hippen Friedrichshain auf einer Parkbank, standesgemäß mit dem Billigbier vom Kiez-Laden - aber der ist dann doch etwas fieser versteckt. Ohne Betreuung hätte es hier bei mir nur für den DNF gereicht, daher wird in dieser Episode des Geocaching-Podcasts aus der Hauptstadt auch etwas rumgespoilert.

Nebenbei gehts dann auch noch um Educaching, Geocaching als Tourismus-Zugpferd und auch die letzten Ereignisse vor dem Event in Beelitz Heilstätten werden in dieser Doppelfolge kurz zusammengefasst.

cachetalk073.mp3
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