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Freie MP3-Software zur Normalisierung

Software Für meinen neuen Geocaching-Podcast brauchte ich vor ein paar Tagen ein Programm, das mir eine MP3-Datei "lauter" macht. Mein Problem war, dass mein neuer MP3-Recoder, der bei Podcastern sehr verbreitete ZOOM H2 sehr vorsichtig aussteuert.

Man kann das zwar auch selbst also manuell und somit korrekt machen, aber während der Sendung habe ich dafür nicht den Kopf frei. Ich nehme daher den mittleren Pegel und lasse den Kompressor laufen. Das ist sowas ähnliches wie die Aussteuerungsautomatik die mein Mono-Kassetten-Rekorder von Phillips vor 30 Jahren schon hatte. Nur eben modern und digital realisiert.

Der Sound erinnert dann ein wenig an ein Verstärkermikrofon vom CB-Funk, aber alle Beteiligten meiner Gesprächsrunde sind deutlich zu verstehen, auch wenn sie grad mal nicht in Richtung des Mikrofons sprechen. Im Ergebnis wird die Aufnahme allerdings dann zu leise. Das ist besonders deswegen störend, weil so ein Podcast dann im Vergleich zu anderen mit denen er zeitgleich auf den iPod oder Player der Wahl geschoben wird zu dünn klingt.

Nun hab ich ja grad meinen Linux-Rechner nicht aufgebaut, sondern muss noch ein paar Tage auf der Windows-Kiste arbeiten. Sonst würd ich Audacity nehmen, die Datei einlesen und normalieren, das kann das Programm nämlich, wie ich weiß. Dabei wird die lauteste Stelle gesucht und dann alles um soviel lauter gemacht, dass der Dynamik-Bereich optimal genutzt wird.

Oder eben auch doch nicht so optimal. Bei der Suche nach einem Windows-Programm, das genau dies tun soll und darüber hinaus auch noch Freeware ist, bin ich über mp3gain gestolpert - und war sofort begeistert. Das Programm ist open Source und liegt bei Sourceforge zum Download mit Übersetzung verschiedenen Sprachen bereit. Für die Windows-User gibts eine hübsche GUI in Visual Basic gleich dazu.



Das Programm sucht nicht einfach die lauteste Stelle, sondern macht eine statistische Überprüfung, wie laut sich die Datei für das menschliche Ohr anhört. Vor allem aber, und das begeistert mich am meisten, wird die Datei nicht decodiert, lauter gemacht und wieder neu encodiert, sondern die Änderung ist verlustlos. Das ist für mich deswegen interessant, weil ich mit dem Recoder ja schon als MP3 aufnehme.

Wenn ich dann meinen Linux-Rechner wieder in Betrieb habe, ist es noch einfacher ein ganzes Verzeichnis auf einen Pegel zu bringen:

mp3gain -r -c *


Das ganze geht so schnell, dass man es kaum glauben mag - wenige Sekunden später sind die Dateien bearbeitet. Die Änderungen werden in speziellen MP3-ID-Tags gespeichert und lassen sich dadurch bei Bedarf auch wieder rückgängig machen. Allerdings könnten ältere MP3-Player dadurch verwirrt werden, so dass man die erweiterten ID3-Tags auch weglassen kann.

Data Becker SuperSeller - 3, 2, 1, aus

Software Alles, was man ein Jahr nicht mehr angefasst hat braucht man nicht mehr. Es sammelt sich ja der Krempel in der Konsumgesellschaft auf Dachböden, in Abstellkammern, im Carport und was man sonst noch so vollstellen kann. Früher gabs da zwei Alternativen: Die eine hieß Sperrmüll, die andere NWZ-Kleinanzeiger.

Seit die Inder mit dem Netz in jedem Haushalt sind, gibts ebay als perfekten Markt. Was man hier verticken kann, erzielt fast immer auch einen marktgerechten Preis. Also so dass man sich das noch mal wieder kaufen könnte, wenn es einem denn irgendwann doch noch mal fehlen sollte. Wie war da noch die Werbung zu den Gründerzeiten der Online-Auktionen: Deine Oma kannst Du nicht verkaufen - aber all die nützlichen Dinge die sie Dir schenkt!

Eine Omma hab ich zwar nicht mehr, aber auch so sammeln sich hier immer diverse Kleinigkeiten an, die in der Bucht noch einen Abnehmer finden. Und wenn es nur für den obligatorischen "ein Euro" ist wie für die 205er Winterreifen die der Vormieter vor ein paar Jahren mal stehen gelassen hat.

Für solche Zwecke hab ich immer gern den SuperSeller 3.0 SpeedLister verwendet. Ein kleines Programm, das eigene schicke Vorlagen hat, die Bilder in ordentlicher Qualität auf einen eigenen Server ablegt und so mit wenig Aufwand ansprechende Auktionen anlegen kann. Aber gestern wars mal wieder soweit und es ging nix mehr. Keine Verbindung zu ebay. Mal nach Update gucken, ändert sich ja immer mal was. Nee, gibt nix neues.

Die Erklärung ist ganz einfach: Die Software ist abgekündigt. Soll heißen: Kein Support mehr, keine Updates und bei Data Becker spricht man auch nicht mehr drüber. Nun ist Software ja recht vergänglich, aber dieses Programm kam 2005 raus - also drei Jahre halte ich als Lebensdauer für ein Programm doch für etwas recht knapp.

Da soll man wohl ein Update kaufen. Das werd ich aber nicht tun. Bei ebay gibts nun ein neues Formular das einem auch gleich passende Kategorien vorschlägt und sogar die Bilder gut verwaltet. Für den Gegenwert der neuen Version kann ich ganz viele Designs und extra Bilder bei ebay bekommen...

Interkulturelle Handlungskompetenz

Software Ein Europäer wird beispielsweise die aisatische Kultur nie ganz verstehen. Natürlich sind Vietnamesen die hier in Deutschland leben weit weniger "streng", sie wissen auch was Messer und Gabeln sind. Trotzdem schadet es nicht ein paar Regeln zu beherzigen.

Ein wenig Interkulturelle Handlungskompetenz schafft Freundschaft und die Asiaten werden dir für deine Mühe und dein Interesse sehr danken - Du kannst davon ausgehen, daß sie dich dann sehr oft einladen werden. Das ist teilweise schon recht amüsant und höllisch kompliziert. Gegen Tischregeln in Vietnam sind unsere "guten Manieren" richtig einfach gestrickt.

Nur mal das wichtigste in Kürze. Die Asiaten wissen natürlich schon, dass die eigentümlichen Europäer sich unhöflich benehmen und sie verzeihen das wenn man wenigstens im Ansatz versucht, nicht all zu peinlich aufzufallen.

Mal ein Beispiel. Du wirst von einer vietnamesischen Familie zum Essen eingeladen. Du kennst die Familie nicht? Dann sagt man ab mit den Worten, heute leider nicht, das nächste Mal gerne.

Du kennst die Familie? Dann sagt man immer zu, alles andere wäre unhöflich. Richte Dich darauf ein, daß das ganze 6 Stunden oder länger dauern wird.

Wenn Du kommst, dann gibt es grünen Tee. Ist der Tee in großen Tassen, so trinkt man niemals ganz leer, bei kleinen Tassen wird leer getrunken. Wenn (fast) leer, wird nachgeschenkt, niemals selber nachschenken. Möchtest Du keinen Tee mehr, dann trinke sehr sehr langsam. Trinke überhaupt erst, wenn man Dich dazu auffordert, nicht vorher.

Das Essen kommt, jetzt gibt es wieder viele Regeln. Schlürfen und Schmatzen zeigt wie gut es Dir schmeckt! Rülspen dagegen nicht, höchstens ein verhaltenes Bäuerchen hinter vorgehaltener Hand! Rülpsen ist auch nicht so höflich. Warum schmatzen und schlürfen? Weil durch die Luftzirkulation im Mund die Aromastoffe der Speisen besser wahrgenommen werden können, es hat also durchaus seinen Grund. Auch gibt es einen praktischen Grund, versuche mal den Restreis in der Schüssel nur mit Stäbchen zu essen, ohne "schauffeln", das geht gar nicht.

Mit vollem Mund wird geredet, wehe wenn nicht, dann bist Du ein Sauertopf. Du kannst Dir selber wieder etwas auf den Reis in der Schüssel geben oder das von jemanden machen lassen der die Familie schon gut kennt, im Zweifelsfall vom Gastgeber. auch dann, wenn noch Reis in der Schüssel ist. Niemals nimm Dir Reis, wenn noch Reis in der Schüssel ist (alles andere eben schon).

Naseputzen ist sowas von no-go beim essen, schlimmer geht es nicht. Zum Naseputzen bitte vor die Türe gehen, unbedingt. Du kannst alles machen und Dich peinlich benehmen, aber Naseputzen, das geht gar nicht.

Man zeigt mit Essstäbchen nicht auf andere Leute. Man zeigt mit den Füssen nicht auf andere Leute. Essstäbchen werden zu Anfang auf den Tisch gelegt, später auf die Schüssel. Nimmst Du Dir was zum Essen, dann dürfen die Stäbchen auch auf den Tisch.

Zahnstocher werden benutzt und zwar mit vorgehaltener Hand (wie bei uns). Benutzte Zahlstocher unbedingt durchbrechen und UNTER der Schüssel "verstecken". Guten Appetit wird nicht gewünscht, das wird vorrausgesetzt. Gäste helfen beim kochen und aufräumen - nicht grad wenn sie das erste Mal da sind, aber beim nächsten Mal auf alle Fälle, und das betrifft Männer wie auch Frauen.

Man nimmt sich vom "Tablett" immer das nächste Stück das zu Dir zeigt, Niemals eine besondere Leckerei "herauspicken". Der Gastgeber wird Dir vermutlich sowieso die besten Stücke in die Schüssel geben. Man stochert nicht mit den Stäbchen im Essen herum, ausser am Anfang, um Sosse und Reis zu mischen.

Tischdecken werden nicht geschohnt, sie sind dazu da den Tisch zu schützen. Essensreste neben der Schüssel sind nicht peinlich, ganz im Gegenteil. Gerade sitzen! Die Schüssel geht zum Mund, nicht umgekehrt.
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